Schermbecker spendeten 15000 Euro für Mariko

Delfin-Therapie

Ein besseres Weihnachtsgeschenk hätte sich die Familie des siebenjährigen Mariko Gramadtke nicht wünschen können: 15 000 Euro wurden innerhalb eines guten halben Jahres gespendet, um die Delfin-Therapie für Mariko zu bezahlen, der an einem seltenen Gendefekt und einer Körperspiegelung leidet (wir berichteten).

Schermbeck

, 23.12.2016, 17:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
15000 Euro wurden in diesem Jahr für den siebenjährigen Mariko Gramadtke gespendet, der an einem seltenen Gendefekt und einer Körperspiegelung leidet. Mit dem Geld wird eine Delfin-Therapie bezahlt.

15000 Euro wurden in diesem Jahr für den siebenjährigen Mariko Gramadtke gespendet, der an einem seltenen Gendefekt und einer Körperspiegelung leidet. Mit dem Geld wird eine Delfin-Therapie bezahlt.

Den offiziellen Stand des Caritas-Spendenkontos erfährt die Familie zwar erst am Mittwoch (28. Dezember), aber Vater David Gramadtke ist sich nach der angekündigten 2500-Euro-Spende der Gagu-Zwergenhilfe sicher, dass das Ziel erreicht ist. „Wir haben viele tolle Menschen kennengelernt, die uns super geholfen haben“, sagt Mutter Bettina Gramadtke und dankt allen, die auf viele Arten mitgewirkt haben. Stressig sei die Zeit dennoch gewesen, auch das öffentliche Interesse. „Wir wollten keinen Lebensstriptease machen“, sagt Bettina Gramadtke.

"Das wird kein Urlaub“

Der Stress ist nicht vorbei. Denn die Familie ist mitten in der Planung für die Delfin-Therapie auf der Karibik-Insel Curaçao. „Das wird kein Urlaub, sondern eine sehr stressige Zeit“, weiß David Gramadtke, der im Kontakt zum dortigen Therapie-Zentrum steht. Drei Wochen will die Familie auf Curaçao bleiben, zwei Wochen dauert die Therapie. Einige Tage zur Eingewöhnung (Jetlag, Klima) sowie „zum Runterkommen“ seien von Eltern empfohlen worden, die dort bereits eine Therapie hinter sich haben. Bettina Gramadtke graut bereits ein bisschen vor dem zehnstündigen Flug, da Mariko schnell krampft.

Vollgepackter Terminplan

Nicht „all inclusive“, sondern Selbstversorgung ist für die Gramadtkes auf Curaçao die Devise. Aus Kostengründen und weil Mariko nur pürierte Nahrung verträgt. Aufstehen um 5.30 Uhr steht während der Therapie auf dem Plan, ab 7 Uhr wird David Gramadtke mit Mariko und Logopäden sowie Physio-, Ergo- und Sprachtherapeuten arbeiten, die ihre Ausbildung in Deutschland absolviert haben. Bettina Gramadtke kümmert sich in der Zeit um das Geschwisterkind.

Maximal eine halbe Stunde pro Tag wird Mariko mit den Delfinen schwimmen, die in einem riesigen Meerbecken leben und mit Futter angelockt werden. Ob Mariko dabei Fortschritte machen wird und welche – das kann niemand im Vorfeld sagen. „Wir hoffen, dass Mariko den nächsten Schritt macht“, sagt David Gramadtke: „Die kleinste Veränderung wäre schon top.“ Am meisten wünschen sich Marikos Eltern, dass eine Verständigung mit ihm möglich wird. Bettina Gramadtke: „Man weiß nicht, was er möchte. Das ist Raten wie bei einem Baby.“

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt