"Schermbecker Welten" in der Georgskirche eröffnet

Licht und Schatten

Unter dem Motto „Schick, Schicksen, Schicksale“ stand der Gottesdienst „Um 6 bei Schorsch“, mit dem Sonntagabend in der Georgskirche zugleich die Projektwoche "Schermbecker Welten" eröffnet wurde.

SCHERMBECK

von Von Helmut Scheffler

, 10.10.2011, 15:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Band "Drachenschorsch" gestaltete musikalisch den Gottesdienst zum Auftakt der Projektwoche "Schermbecker Welten".

Die Band "Drachenschorsch" gestaltete musikalisch den Gottesdienst zum Auftakt der Projektwoche "Schermbecker Welten".

„Unser Ort ist schick“, formulierte Pfarrer Dieter Hofmann im Vokabular des Mottos, um am Ende seiner Ausführungen deutlich zu machen, dass es in Schermbeck Schicksale gibt, die weniger nach außen strahlen als die Schönheiten des Ortes. „Es gibt Armut in Schermbeck“, stellte Hofmann fest. Es gebe soziale Ungerechtigkeiten, wodurch die dörfliche Gemeinschaft auseinander gerissen werde. „Schermbeck ist lebens- und liebenswert“, bestätigte ÖGA-Sprecher Klaus Schneider und ergänzte, „wo Licht ist, ist auch Schatten“. Hinter der glänzenden Fassade einer vermeintlich heilen Welt verberge sich manches persönliche Schicksal. Etliche Schicksale habe man in der ÖGA kennen gelernt: „Manches ging unter die Haut.“ Auf das strahlend-schöne Bild von Schermbeck sei plötzlich ein langer Schatten gefallen.Preuß und Schneider beschrieben anonymisierte Beispiele für in Not geratene Menschen, denen man in der ÖGA begegnet sei. Obdachlose gehörten ebenso dazu wie Rat suchende, allein erziehende Frauen und Menschen mit persönlichen Problemen in ganz unterschiedlichen Bereichen, denen man zumindest durch eine Zuweisung entsprechender Hilfseinrichtungen habe helfen können. Nach dem Gottesdienst blieb Zeit zur Besichtigung der Ausstellung „Schermbecker Welten“.  

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