Schiedsamt

Schiedsamt: Zwei bewährte Männer oder muss eine Frau ins Team?

Nimmt man zwei bewährte Männer? Oder sollte aus Gründen der Parität eine Frau im Team sein? Vor dieser schwierigen Frage standen die Politiker bei der Besetzung des Schiedsamtes.
„Schlichten statt richten" ist die Devise im Schiedsamt. Ob dieses von zwei bewährten Männern oder aus Gründen der Parität auch mit einer Frau im Team besetzt sein sollte, darüber diskutierte der Hauptausschuss. © Archiv

Bislang hatten Sven Felisiak und Andreas Ufermann als sein Stellvertreter das Schiedsamt in Schermbeck inne. Sie führen Schlichtungsverfahren bei bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten durch, was pro Jahr laut Marc Lindemann vom Ordnungsamt etwa zwei- bis sechsmal im Jahr vorkommt. Für 2021 bis 2026 ist das Schiedsamt neu zu besetzen – dem Hauptausschuss obliegt es, dem Rat eine Empfehlung zu geben.

Ulrike Trick störte an der Vorlage der Verwaltung, dass eine dritte eingegangene Bewerbung, die einer Frau, in der Vorlage nicht namentlich erwähnt wurde. Für die Verwaltung habe es „keinen Anlass gegeben, die Amtsinhaber auszutauschen“, sagte Bürgermeister Mike Rexforth. „Dass eine Person unterschlagen wird, finde ich nicht akzeptabel“, sagte hingegen Ulrike Trick.

„Einer fühlt sich als Verlierer“

Die Politiker waren über die dritte Bewerbung informiert worden, mit Namen und Lebenslauf, und Rexforth zeigte sich „erstaunt, dass man nicht im Vorfeld seine Bedenken äußert.“ Bei drei Personen und zwei Plätzen „fällt einer hinten rüber und fühlt sich als Verlierer“, so Rexforth. Deshalb habe man den Namen nicht in der Vorlage genannt.

Ein Antrag der Grünen auf eine neue Vorlage im Rat mit den drei Namen wurde abgelehnt. Der Ausschuss empfahl bei zwei Enthaltungen der Grünen, Felisiak und Ufermann erneut für das Schiedsamt zu benennen.

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