So bestrafen die Kilianer ihre Delinquenten (mit Video)

mlzSchützenfest

Wer bei den Schermbecker Kilianern beim Schützenfest aus der Rolle fällt, den erwartet beim Bataillionsnachmittag die Bestrafung. Dabei wird keine Peinlichkeit ausgelassen.

Schermbeck

, 16.07.2019, 12:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie ein „nasser Sack“ habe Max Hupperich vor dem Zapfenstreich auf den Plätzen der Majestäten gesessen, sagte Moderator Michael Niessing am Montagnachmittag im Schermbecker Festzelt, wo sich Schützen und schadenfrohe Zuschauer eingefunden hatten. Zusammen mit Tim Besten musste Hupperich sich einen „Biergalgen“ umschnallen lassen, um an seiner „Körperspannung zu arbeiten“.

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Schermbecker Kilianer bestraften Delinquenten

Die Versuche der beiden, mit den beiden am Galgen angebrachten Schnüren einen Becher Bier zum Mund zu führen, sorgte für einiges Gelächter. So ganz gelang es natürlich nicht, auch wenn die beiden sich immer wieder neue Taktiken ausdachten. Beide durften den Galgen bis zum Ende der Veranstaltung tragen.

So bestrafen die Kilianer ihre Delinquenten (mit Video)

Tim Besten und Max Hupperich gaben ihr Bestes, um mit dem Biergalgen ihre "Körperspannung" zu verbessern. © Berthold Fehmer

Die Kilianer hatten sich einiges ausgedacht, um ihre Delinquenten unterhaltsam in ihre Schranken zu verweisen. Einer wurde von seiner Freundin als Superheld verkleidet, weil er sich im Festzelt am Abend vorher eine Tischdecke umgebunden hatte und damit durchs Zelt „geflogen“ war. Auch das Schwänzen des Zapfenstreichs, um Essen zu holen, bekam einigen Schützen nicht: Sie bekamen eine „kilianische Eigenkreation“ mit ekeligem Inhalt zu essen.

Musikalisch wurde die Bestrafung von Bernd Holtmann. Der hatte beim Auftritt der Städtischen Kapelle Ahaus seine Taschentrompete gezückt und mitgespielt. Nun musste er sein musikalisches Talent beweisen und gegen Martin Schiedemann von der Ahauser Kapelle antreten. Schiedemann spielte auf seiner Trompete eine Melodie vor - und Holtmann sollte sie auf einem Spezialinstrument, einem Schlauch mit Trichter, nachspielen.

So bestrafen die Kilianer ihre Delinquenten (mit Video)

Sogar dem "Spezialinstrument" entlockte Bernd Holtmann noch brauchbare Töne. © Berthold Fehmer

Ansatzweise gelang ihm das sogar, weshalb die Frage war, ob er nun mit warmem Wasser bestraft oder mit Korn belohnt werden sollte. Man entschied sich für: Beides. Das Wasser füllte Niessing in den Trichter, den Holtkamp erst zum Blubbern brachte und anschließend in einer Fontäne über den Reitermädels verteilte. Mit dem nachgefüllten Korn ging er sorgsamer um.

Beim „Bauchnabelspiel“ mussten sich zwei Schützen, die einem anderen Schützen Bier in den Bauchnabel geschüttet hatten, bestrafen lassen. Sie legten sich auf Bierzelttische, mussten eine Enthaarungs-Prozedur mit Panzerband und sogar Feuerzeug am Bauchnabel erdulden („Irgendwie riecht es hier verbrannt“). Am Ende wurde der Bauchnabel mit Brausepulver und Sekt „gereinigt“, bevor die Reitermädels Bälle aus den Bauchnabeln fischen mussten.

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