Sparkassenmitarbeiter "gerettet"

Feuerwehrübung

Dichter Qualm drang am Donnerstagabend aus der Schalterhalle der Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe (Nispa). Passanten blieben erschrocken stehen. Wenige Minuten später fuhr der Löschzug Schermbeck vor. Auf die Sirene hatte Löschzugführer Christoph Loick verzichtet und langsame Fahrt angeordnet, um einen Unfall zu verhindern. Eile war nämlich nicht geboten – es handelte sich um eine Übung.

Schermbeck

, 15.04.2016, 17:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit einer Drehleiter konnten bei einer Feuerwehr-Übung am Donnerstagabend zwei Mitarbeiter der Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe aus dem oberen Stockwerk der Geschäftstelle an der Mittelstraße „gerettet“ werden.

Mit einer Drehleiter konnten bei einer Feuerwehr-Übung am Donnerstagabend zwei Mitarbeiter der Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe aus dem oberen Stockwerk der Geschäftstelle an der Mittelstraße „gerettet“ werden.

Diese war mit dem Nispa-Center-Leiter Jens Schulz abgesprochen. Mit 18 Wehrleuten rückte der Löschzug an. Während Wehrleute Fahrzeuge und Drehleiter postierten und mit Vorbereitungen für die Brandbekämpfung beschäftigt waren, ermittelten Loick und sein Stellvertreter Dirk Nondorf die Lage. Mit Benedikt Triptrap und Norbert Besten, so das Szenario, waren zwei Mitarbeiter im Obergeschoss eingeschlossen. Nun ging es darum, die Eingeschlossenen über die Drehleiter aus dem Gefahrenbereich zu entfernen.

Unter Atemschutz

Parallel dazu drangen zwei Trupps mit jeweils zwei Personen unter Atemschutz auf zwei Wegen in die Schalterhalle vor, wobei der Trupp auf der Rückseite des Gebäudes zunächst einen Hochleistungslüfter im Treppenhaus postierte, um die Verrauchung des Treppenhauses zu verhindern, damit die Bewohner über den Sparkassenetagen ungehindert den Weg ins Freie finden konnten.

Sicherheitstrupp

Ein so genannter zweiköpfiger Sicherheitstrupp wartete draußen, um gegebenenfalls einspringen zu können, falls ein Trupp aus irgendeinem Grund (Verletzung, Bewusstlosigkeit oder ähnliches) ausfallen sollte. Inzwischen war auch die Löschwasserversorgung aufgebaut. Nach 30 Minuten war der „Brand“ gelöscht. Nach Aufräumarbeiten fuhren die Wehrleute zum Gerätehaus in der Schienebergstege. Dort gab´s unter Leitung von Loick und Nondorf die Nachbesprechung. „Ich war überrascht, wie gut es funktioniert hat“, war Loick zufrieden. „Die schnelle Menschenrettung wurde zügig und professionell durchgeführt“, ergänzte Nondorf und auch der zügige Aufbau der Wasserversorgung fand die Anerkennung des Leitungsteams. Loick: „Die praktische Übung bringt mehr Motivation als der Unterricht an der Tafel oder der Einsatz der Filme.“

Dank an Wehrleute

Die Nispa bedankte sich mit einem Imbiss bei den Wehrleuten. Der Generalbevollmächtigte Reinhard Hoffacker dankte dem Löschzug und lobte das routinierte Vorgehen des Nispa-Personals. Zwar sei jeder Mitarbeiter verpflichtet, den Brandschutzordner in der Geschäftsstelle zu studieren – aber es sei doch ein Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Für die Wehr war es in diesem Jahr die zweite Übung. Im März ging es bei einer Übung in der Gärtnerei Halfmann am „Dicken Stein“ ebenfalls um Menschenrettung und Brandbekämpfung.  

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