Timo Gätzschmann möchte Bürgermeister von Schermbeck werden

Kommunalwahl 2020

Timo Gätzschmann tritt als Bürgermeister-Kandidat der neuen Partei „Die Partei“ bei den Kommunalwahlen im September an. Er ist der erste Herausforderer von Amtsinhaber Mike Rexforth (CDU).

Schermbeck

, 29.02.2020, 18:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Timo Gätzschmann von der Partei „Die Partei“ möchte im Herbst Schermbecker
Bürgermeister werden.

Timo Gätzschmann von der Partei „Die Partei“ möchte im Herbst SchermbeckerBürgermeister werden. © Helmut Scheffler

Etwa 100 Bürger kamen am Samstagmittag auf den Parkplatz Overkämping, um die Vorstellung des Kandidaten mitzuerleben. Die Einstimmung übernahm der Partei-Vorsitzende Marc Overkämping. „Dass unsere Parteigründung ziemlich genau mit der Auflösung des AfD-Ortsverbandes zusammenfiel, haben wir mit einem Augenzwinkern für uns verbucht“, stellte Overkämping fest. „Dass aber Menschen gedacht haben, wir seien deren Nachfolger, fühlt sich an wie ein Quirl im Mageninhalt.“

Klare Haltung gegen Rechts

Dem Ortsverband gehe es um die eine klare Haltung gegen Rechts, um Humor und um „Hab-voll-Bock-auf-Schermbeck“. Overkämping machte deutlich, dass der Spagat zwischen einer Satire-Partei und dem Ernstgenommenwerden in der politischen Landschaft möglich sei.

Zu den aktiven Mitgliedern der Partei gehört auch Timo Gätzschmann. Vor der Partei-Gründung war der jetzt in der IT-Branche tätige Wirtschaftsjurist politisch noch nicht tätig. Viele Schermbecker kennen den ehemaligen Gesamtschüler, der nach dem Abitur im Jahre 2008 und dem Zivildienst in der Wulfener Behinderten-Werkstatt in Bochum und Recklinghausen studierte, als Gründungsmitglied der Schermbecker Kilianer-Jungschützen, als Tischtennisspieler und Fußballer des SV Schermbeck.

Mit Politik und Verwaltung aufgewachsen

Den Alltag im Rathaus hat er durch Gespräche im häuslichen Alltag bestens kennen gelernt. Immerhin war sein Großvater Hans Zelle jahrzehntelang im athaus als hochrangiger Verwaltungsbeamter tätig. Auch sein Vater Günter Gätzschmann ist im Rathaus in der Bauverwaltung beschäftigt.

„In den letzten Jahren hat sich die Gesellschaft in eine Richtung entwickelt, die mir ernsthaft Sorgen macht“, begründete Timo Gätzschmann seine Kandidatur. In ielen Köpfen stehe der Egoismus über dem Wohle der Gesellschaft. Dadurch sei die Bereitschaft, Entscheidungen zum Wohle der Gesellschaft zu akzeptieren, automatisch geringer geworden.

„In den letzten Jahren hat sich die Gesellschaft in eine Richtung entwickelt, die mir ernsthaft Sorgen macht.“
Timo Gätzschmann

Gätzschmann kritisierte zugleich viele Entscheidungen von Politikern, die dem eigenen Machterhalt dienten oder der Selbstbereicherung. „Ich für meinen Teil habe entschieden“, so Gätzschmann, „dass ich mir nicht im Alter von 70 Jahren vorwerfen möchte, nicht wenigstens alles mir Mögliche gegen diese gesellschaftliche Entwicklung getan zu haben.“

„Gemeinsam können wir ein zukunftsfähiges Schermbeck schaffen, ein Schermbeck, das unser meist sorgenfreies Leben auch für künftige Generationen sichert“, ermuntert Gätzschmann die Bürger, „gemeinsam an einem Strang zu ziehen.“ Es bringe wenig, sich auf das Schlechte in der Gemeinde zu fokussieren. Es gehe vielmehr darum, „aktiv an einer positiven Zukunft zu arbeiten“.

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