Überschäumender Frohsinn

SCHERMBECK Viele Gäste kamen kostümiert ins MGV-Narrenland, in dem sich Freitag und Samstag beim 55. „Eintracht“-Karneval alles um das Motto drehte: „Schermbeck feiert Karneval von der Becke bis zum Lippetal“.

von Von Helmut Scheffler

, 27.01.2008, 14:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mozarts „Kleine Nachtmusik“ ließen Gerd Nuyken, Josef Sobotta und Volker Becker (v.l.) dank Viagra diesmal ohne Benutzung der Hände am Klavier erklingen.

Mozarts „Kleine Nachtmusik“ ließen Gerd Nuyken, Josef Sobotta und Volker Becker (v.l.) dank Viagra diesmal ohne Benutzung der Hände am Klavier erklingen.

Den musikalischen Reigen im Saal der Gaststätte Ramirez eröffnete die von Egbert Hausberg geleitete „Eintracht“ in alter Tradition mit einem Potpourri humorvoller Lieder, das Michael Mattern anstelle des erkrankten Dirigenten Walter Buß mit der Sängerschar einstudiert hatte. Mit Liedern vom „Räuber durch und durch“ und der „superjeilen Zick“ erwiesen sich die Sänger als perfekte Stimmungsmacher, zur Freude des Sitzungspräsidenten Uli Becker an der Spitze des Siebenerrates.

Mit schmunzelndem Seitenblick zum Bürgermeister Grüter am Ehrentisch, hielt Uli Becker den Politikern den Narrenspiegel vor. Vom Klapperpflaster und der endlosen Geschichte der Verkehrsberuhigung im Ortskern schlug Becker den Bogen über ehemalige und neue Pastöre mit ihren speziellen Hobbys und Marotten bis hin zur umjubelten Feststellung: „Schermbeck ist Weltmeister im Feiern.“

Die Macht der Potenzpille

Sketche wie die von Waltraud Jörres, Hans Jörres und Manfred Jansen vorgespielte ulkige Szene „Ein Juwel von Frau“ waren so recht nach dem Geschmack des Publikums, das sich wenig später vor Lachen an den Tischen bog, als Gerd Nuyken, Volker Becker und Josef Sobotta hinter einem „Schimmelklawia“ stehend die Macht der Potenzpille Viagra eindrucksvoll unter Beweis stellten. Man konnte leicht erraten, womit die drei Pianisten, deren nackte Beine nach dem Herunterrutschen der Hosen jenseits des Klaviers zu erkennen waren, die Tasten für Mozarts „Kleine Nachtmusik“ zum Klimpern brachten.

Seinen Vortrag „Ein Schermbecker Neubürger“ würzte Wolfgang Herkel mit einer ganzen Serie frechfrivoler Ehewitze und der lustigen Begegnung mit einer Blondine vom Bösenberg. Als Sauna-Boys trieben Wolfgang Paul, Roland Schriefers, Michael Mattern und Michael Göbel mit ihrem Partygeflüster und Berichten über Gummibären-Partys und Dessous-Shops den Besuchern ebenso Freudentränen in die Augen wie mit der Beschreibung eines Tangas der Größe 58.

Muntere Verkaufsshow

Eine Designer-Fliegenklatsche war nicht das einzige skurrile Produkt, das „Die flotten Neuner auf Verkaufstour“ den Besuchern anboten. Birgit Strock, Waltraud Jörres, Denise Lubnau, Wilma Heßling, Petra Hüfing, Claudia Schriefers, Christel Winkelmann, Petra Paul und Petra Robert bezogen gekonnt das Publikum in ihre muntere Verkaufsshow mit ein.

Zu später Stunde wurde der Auftritt der „Köttelbecker Herzensbrecher“ mit tosendem Applaus bedacht. Am Ende ihres Tanzes wurde für die Gardisten Josef Sobotta, Volker Becker, Michael Goebel, Egon Hüfing, Wolfgang Herkel, Martin Linneweber, Ulrich Strock, Philipp Damhus und das quirlige blonde Tanzmariechen Roland Schriefers noch eine Zugabe fällig.

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