Noch ist die Marellenkämpe für den Autoverkehr nicht durchgängig geöffnet. Die Verkehrsplaner haben in allen bisherigen Berechnungen aber bereits eine Einbahnstraße dort vorgesehen. © Berthold Fehmer
Mittelstraße

Verkehrsplaner wollen zur Marellenkämpe Zahlen nachliefern

Weniger Verkehr auf der Mittelstraße bedeutet mehr Verkehr auf anderen Straßen. Die Verkehrsplaner haben im Zwischenbericht Varianten geprüft - in allen war die Marellenkämpe geöffnet.

Dies hatte Die PARTEI moniert. Zur Öffnung der Marellenkämpe für den Kfz-Verkehr gebe es „bisher keine Beschlüsse oder ein entsprechendes politisches Signal“, so ein Antrag, der auch Berechnungen forderte in Hinblick auf eine weiterhin geschlossene Marellenkämpe.

„Die Daten werden wir liefern“, versprach Bürgermeister Mike Rexforth im Rat nach Rücksprache mit dem Planungsbüro. Die PARTEI hatte auch nachgefragt, ob eine Öffnung der Marellenkämpe rechtlich überhaupt möglich sei. Der Kreis Wesel als Straßenverkehrsbehörde hatte auf Nachfrage geantwortet, dass man der Öffnung als Einbahnstraße zustimmen würde, wenn die Engstelle eine Durchfahrtsbreite von 4,5 Metern (3 Meter Fahrbahn und 1,5 Meter Gehweg) aufweise. Das sei möglich, so die Verwaltung.

Busverkehr soll aus der Mittelstraße weichen

Zu einer möglichen Verlegung des Öffentlichen Personennahverkehrs aus der Mittelstraße heraus hatte die BVR Busverkehr Rheinland GmbH auf Nachfrage geantwortet, dass man dies begrüße. Die Gemeinde Schermbeck müsse dazu die Haltestelle „Zur Linde“ zusätzlich auch in Richtung Süden einrichten, zwei Verkehrsspiegel installieren und einen Halteverbotsbereich auf dem Kapellenweg einrichten.

Eigentlich sollte mit der Bürgerbeteiligung am 28. Juni gestartet werden – aufgrund des Die PARTEI-Antrags hatte die Verwaltung dies aber verschoben. Manuel Schmidt (Die PARTEI) fürchtete allerdings, dass das in Schermbeck umstrittene Thema Mittelstraße „im Themenwust des Bundestagswahlkampfs, der in diesem Jahr heißer geführt wird, absäuft“.

„Wir müssen irgendwann weiterkommen“

„Die Beteiligung wird der entscheidende Punkt für das Gelingen oder Misslingen“, sagte Bürgermeister Mike Rexforth. Es brauche einen „breiten Konsens in der Bevölkerung“. Alexander Thomann von der Verwaltung kündigte an, dass man die Beteiligung in den letzten drei Wochen der Sommerferien und den drei Wochen danach durchführen wolle. „Wir müssen irgendwann weiterkommen.“

Deutlich wurde bei allen Ratsvertretern, dass man den Bürgern „keine Vorgaben machen“ wolle, wie es Rainer Gardemann (CDU) formulierte. Über Presse, Soziale Medien und eine Postkarte für jeden Haushalt soll das Thema kommuniziert werden. Ein Zwischenbericht des Verkehrskonzepts findet sich auf der Homepage der Gemeinde.

Eine Verlegung der Öffentlichkeitsarbeit auf die Zeit nach der Bundestagswahl in den Oktober oder November des Jahres lehnte der Rat gegen die Stimmen der „Die PARTEI“-Mitglieder ab.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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