Vollsperrung der L104 zieht sich weiter hin

mlzBestener Straße

Die Vollsperrung der L104 sollte nur bis zum 17. Februar gehen. Der Bauleiter und ein Straßen.NRW-Mitarbeiter sagen, warum es länger dauert und wann die Straße wieder offen sein soll.

Schermbeck

, 19.02.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Großbaustelle ist immer noch die Kreuzung der L104 (Bestener Straße/Kirchhellener Straße) zur Nierleistraße. Nötig wurden die Arbeiten im Zuge des geplanten Radwegs zwischen Gahlen und Kirchhellen. Seit Montag (20. Januar) ist die Landesstraße zwischen der Pannacker Straße und der Straße „Kleines Feld“ voll gesperrt.

Die direkte Verbindung zwischen Gahlen und Kirchhellen ist damit gekappt. Straßen.NRW ging im Januar davon aus, dass dieser Zustand nur bis zum 17. Februar gehen würde.

Fünf Arbeitstage durch Sturm verloren

Dass daraus nichts wurde, hatte mehrere Gründe. Zum einen habe man an fünf Tagen durch das schlechte Wetter nicht arbeiten können, und da vor allem durch die Stürme, sagt der Oberbauleiter der ausführenden Firma Eurovia, Andreas Koch. Außerdem habe man mehrere Versorgungsleitungen umlegen müssen, deren genaue Lage vorher nicht bekannt gewesen sei.

Um Platz für den geplanten Radweg auf der östlichen Seite der Straße zu erhalten, musste die Fahrbahn der Landesstraße, die bislang nur wenige Meter am Landhaus Nikolay vorbeiführte, um etwa drei Meter verrückt werden auf einer Länge von etwa 150 Metern.

Die Fahrbahn wurde etwa drei Meter vom Landhaus Nikolay weggerückt. So wurde Platz für den neuen Radweg geschaffen.

Die Fahrbahn wurde etwa drei Meter vom Landhaus Nikolay weggerückt. So wurde Platz für den neuen Radweg geschaffen. © Berthold Fehmer

Viel Arbeit machte auch die Entwässerung. Für den Baumbach, der unterirdisch von der Nierleistraße kommend rund 50 Meter östlich der Nierleistraße genau unter dem geplanten Radweg verlief und erst dann per Durchlass unter der Bestener Straße hergeführt wurde, gibt es einen neuen Durchlass in Höhe der Nierleistraße. Ein Meter Durchmesser hat das neue Rohr, durch das der Bach auf die andere Seite fließt.

Der neue Durchlass für den Baumbach ist ein Rohr mit einem Meter Durchmesser.

Der neue Durchlass für den Baumbach ist ein Rohr mit einem Meter Durchmesser. © Berthold Fehmer

Zusätzlich wurde ein „Lamellenklärer“, ein 30 Tonnen schweres Bauteil, in Höhe des Landhauses Nikolay unterirdisch eingesetzt. „Die Lamellen klären das Wasser vor, dass dann in den Bachlauf fließt“, sagt Frank Meier, Bauüberwacher von Straßen.NRW. So soll die Gewässerqualität erhöht werden. Extra angelegt wurde ein neuer Bachlauf auf der westlichen Seite der Straße - nicht schnurgerade, sondern leicht gewunden.

Der Baumbach hat ein neues Bett erhalten.

Der Baumbach hat ein neues Bett erhalten. © Berthold Fehmer

Am Mittwoch wolle man die Asphaltschicht auf die Straße aufbringen, sagt Koch. Tragschicht und Binder werden verlegt, mit der Deckschicht wolle man noch etwas warten, da die Businseln noch umgelegt würden und mit Querungshilfen ausgestattet werden sollen. Erst dann wolle man die Deckschicht aufbringen, „damit man eine vernünftig geschlossene Fahrbahn hat“, so Koch.

Am 2. März (Montag) wolle man die Vollsperrung aufheben, plant Meier. Dann wird die Fahrbahn immer noch halbseitig gesperrt sein, der Verkehr werde per Ampelanlage vorbeigeführt.

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