Wolf

Weitere Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck

DNA-Spuren an Tierkadavern in Schermbeck und Kirchhellen konnten ein und demselben Wolf zugeordnet werden. Kotspuren in Hünxe stammen auch von einem Wolf - von welchem genau, bleibt offen.
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Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat am Mittwoch (4.11.) weitere Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck bestätigt. Die DNA-Spuren an einem am 28. August in Schermbeck gefundenen Rotwildkalb konnten dem im Schermbecker Territorium ortstreuen Rüden „GW1587m“ zugeordnet werden, teilte das LANUV mit.

DNA-Spuren dieses Rüden konnten auch an einem Rehkadaver nachgewiesen werden, der am 22. September auf einer Wiese in der Nähe des Bottroper Stadtteils Kirchhellen gefunden wurde. Über zwei im Juni und September in Hünxe gefundene Kot-Spuren konnte ebenfalls ein Wolf nachgewiesen werden. Eine Individualisierung war laut LANUV in beiden Fällen nicht möglich.

Zwei Wölfe in Kirchhellen fotografiert

Mit einer Fotofalle gelangen am 25. Oktober in Kirchhellen Aufnahmen von zwei Wölfen. Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf hat die Aufnahmen geprüft. Alter, Geschlecht und Identität der abgelichteten Wölfe ließen sich anhand der Bilder nicht bestimmen.

Mindestens zwei Wölfe halten sich dauerhaft im Wolfsgebiet Schermbeck auf. Zuletzt kam es im August zu einer Häufung von Nutztierrissen, wie sie „bisher noch nicht beobachtet“ worden sei, sagte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser im September. Stimmen, die eine Entnahme von Wölfin Gloria fordern, mehren sich. Zuletzt kritisierte der SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider den Umgang der Landesregierung mit der Schermbecker Wölfin.

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