Wolf reißt erneut Schafe in Gahlen - trotz hoher Umzäunung

Wolf

Zwei Schafe sind am Sonntag in Gahlen gerissen worden, vermutlich von einem Wolf. Der Schäfer hatte nach einem ähnlichen Erlebnis im vergangenen Jahr seine Zäune aufgerüstet.

Schermbeck

, 15.07.2019, 12:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wolf reißt erneut Schafe in Gahlen - trotz hoher Umzäunung

Zwei Kamerunschafe sind in der Nacht zu Sonntag in Gahlen gerissen worden. © privat

In Hünxe hatte gerade erst am Freitag (12. Juli) ein Schäfer zum fünften Mal Risse zu beklagen. Die Risse am 23. Juni beim Hünxer Schafhalter Kurt Opriel wurden an diesem Tag vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW als Wolfsriss anerkannt.

Am Sonntag lagen zwei Kamerunschafe auf dem Heisterkamp in Gahlen mit Kehlbiss und angefressenen Keulen auf der Weide eines Schafhalters, dessen Tiere bereits 2018 Opfer einer Wolfsattacke wurden. Den äußeren Zaun hat er seitdem mit Wildgatterzaun, Stacheldraht und Elektrolitze aufgerüstet, dazu mit einem Untergrabeschutz. Innen gibt es einen 1,20 Meter hohen Elektrozaun und ein Wildgatter.

Wolf reißt erneut Schafe in Gahlen - trotz hoher Umzäunung

© privat

Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte Wilhelm Deitermann, Sprecher des LANUV, dass all diese Details von den Wissenschaftlern, die das Monitoring betreiben, aufgenommen werden. Es seien bei Zäunen allerdings viele Merkmale zu überprüfen, etwa auch die Stromstärke und ob überhaupt Strom geflossen sei.

„Ich kann nur um Geduld bitten“, sagte Deitermann zu der Frage, wann mit Ergebnissen zu rechnen sei. Auf die Frage, ob es mittlerweile gesicherte Erkenntnisse gebe, dass Wölfin Gloria wolfssichere Zäune überwunden habe, sagte Deitermann, dass er nicht spekulieren wolle.

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