Zweiter Wolfsangriff - Schäfer: „Ich ertrage den Anblick nicht mehr“

Wolfsgebiet Schermbeck

Kurt Opriels Schafsherde ist erneut Opfer eines vermutlichen Wolfsangriffs geworden. Nachdem am Sonntag sechs Tiere getötet wurden, kommen nun zwei tote und drei verletzte Schafe hinzu.

Schermbeck

, 26.06.2019, 10:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zweiter Wolfsangriff - Schäfer: „Ich ertrage den Anblick nicht mehr“

Ein getötetes Schaf aus der Herde von Kurt Opriel © privat

Sechs tote und vier verletzte Schwarzkopfschafe hatte der Hünxer Schäfer am Sonntag zu beklagen. Als Verursacherin der Kehlbisse bei den toten Schafen und den schwersten Verletzungen bei den Überlebenden vermutet Opriel Wölfin Gloria.

Der Schock am Mittwochmorgen: ein erneuter Angriff auf die Herde. Dieses Mal wurden zwei Tiere getötet und drei verletzt. „Ich bin am Ende“, sagt der Schäfer „Meine Existenz ist bedroht, ich ertrage auch den Anblick nicht mehr.“

Alle vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen habe er erfüllt, sein Zaun ist mehr

als die vom LANUV empfohlene 90 Zentimeter hoch, die Spannung auf dem Gitternetzzaun beträgt 5800 Volt. Weit mehr als die Vorgabe der Landesbehörde. Trotzdem hatte er mit zusätzlichen Pfählen und Flatterband nachgebessert. Ohne Erfolg.

Zweiter Wolfsangriff - Schäfer: „Ich ertrage den Anblick nicht mehr“

Dieses Schaf hat mit schweren Verletzungen den Angriff überlebt. © privat

Ob es wirklich die Wölfin war, wird erst die DNA-Analyse in einigen Wochen zeigen. Für den Schäfer steht aber schon fest, dass unter den jetzigen Bedingungen eine Weidetierhaltung nicht mehr mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sei.

Lesen Sie jetzt