Ob und wann die Amateurfußballsaison nach der Corona-Pause fortgesetzt wird, ist noch nicht entschieden. © Jens Lukas
Meinung

Auftrag an die Funktionäre: Bitte macht einen Haken an die Fußballsaison!

Unabhängig davon, ob es Corona überhaupt zulassen würde: Die Lust auf die Fortführung der zurzeit unterbrochenen Amateurfußballsaison wird immer geringer, stellt unser Autor fest.

Haben Sie Lust auf Fußball? Als BVB-Fan seit Samstag vielleicht nicht mehr so richtig. Als Schalke-Fan schon seit Wochen und Monaten nicht mehr. Und wenn die beiden Revier-Rivalen aus dem Profibereich schon nur Trainerentlassungen, lächerliche Oberschenkel-Rehas in Katar oder rekordverdächtige Misserfolgs-Serien zu bieten haben, können wir doch die Amateurkicker mehr in den Fokus rücken.

Wobei: Die Begeisterung, den Idealismus und die Leidenschaft, mit der Spieler, Trainer und sonstige Vereinsverantwortliche sich normalerweise ihrem Sport widmen, muss man in diesen Tagen mit der Lupe suchen.

Es spielt keine allzu große Rolle

Natürlich vermissen alle Beteiligten den Fußball und würden lieber jetzt als gleich wieder loslegen. Aber in Zeiten, in denen ein harter Lockdown mit gravierenden Auswirkungen im Privatbereich für Jedermann bevorsteht, spielt es nun einmal keine allzu große Rolle, ob und wann die zurzeit unterbrochene Saison im neuen Jahr fortgeführt wird, ob man womöglich nur die Hinrunde spielt oder ob noch nicht einmal das möglich sein wird.

Die Fünf-Stunden-Konferenz des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) am Samstag hat in dieser Hinsicht offenbar keine neuen Erkenntnisse gebracht. Und demzufolge auch keine konkreten Ergebnisse, was den weiteren Saisonverlauf angeht. Aber damit war wohl auch nicht zu rechnen.

Was sich aber halbwegs seriös beurteilen lässt: Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs wird allerfrühestens Mitte bis Ende Februar möglich sein. Mehr als eine Hinrunde zu absolvieren, wird dann kaum noch möglich sein – wenn überhaupt.

Eine exakte Prognose, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt, gleicht einem Blick in die Glaskugel. Angesichts dieser ausgeprägten Unsicherheit sei den Verbandsverantwortlichen als Auftrag mit auf den Weg gegeben: Findet einen juristisch wasserdichten Weg, die Saison abzuhaken und mit der Spielzeit 2021/22 im August wieder neu anzufangen.

Hauptsache, sie dürfen wieder Fußball spielen

Wenn die Kicker irgendwann wieder auf die Plätze dürfen, lässt sich die Zeit bis dahin auch mit Freundschaftsspielen oder Turnieren überbrücken – Hauptsache, sie dürfen wieder Fußball spielen. Auf eine Fortführung dieser verhunzten Saison aber lässt sich problemlos verzichten.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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Michael Doetsch

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