Die Basketbälle bleiben vorerst unter Verschluss. Aber der Westdeutsche Basketballverband hat einen Plan in der Schublade, wie es 2021 mit der Saison der Korbjäger weitergehen könnte. © dpa
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Basketballer haben einen Plan, wie es 2021 mit der Saison weitergehen soll

Bevor sie überhaupt begonnen hatte, war die Basketballsaison 2020/21 Corona-bedingt schon ausgesetzt worden. Nun hat sich der Verband dazu geäußert, wie es weitergehen könnte.

Zur sechsten Digitalen Mitgliederkonferenz seit Ausbruch der Corona-Pandemie hatte der Westdeutsche Basketballverband (WBV) die Vereinsvertreter in der vergangenen Woche eingeladen. Die Resonanz kann sich sehen lassen: 109 Vereinsvertreter schalteten sich zusammen, um über die aktuelle Situation zu diskutieren.

Wie alle anderen Sportarten sieht sich auch der Basketball mit den Folgen des Sport-Lockdowns konfrontiert. So eröffnete WBV-Präsident Uwe J. Plonka die Digital-Konferenz mit dem Satz: „Die Situation ist alles andere als gut für den Basketball.“ Denn nach den Entscheidungen des Bundes und der Länder wird es 2020 keine Rückkehr in die Hallen mehr geben.

Lothar Drewniok: „Pläne liegen in der Schublade“

Und im nächsten Jahr? „Wir können nicht absehen, wie es weitergeht. Wir müssen daran glauben, dass wir bald wieder einen Spielbetrieb haben“, sagt Plonka und verweist auf seinen für den Spielbetrieb zuständigen Vize Lothar Drewniok, der einen Einblick in die Pläne für die Fortsetzung der Saison gibt: „Solange wir nach Karneval bis Ostern in die Hallen können, können wir einen verkürzten Spielbetrieb anbieten. Später wird es schwierig“, sagt Drewniok. Damit nennt er den Zeitraum zwischen Mitte Februar (Rosenmontag ist der 15.2.) und dem ersten April-Wochenende.

Anvisiert ist von Verbandsseite offenbar eine Einfach-Runde. Denn Hin- und Rückspiele durchzuziehen, dürfte aus terminlichen Gründen nicht möglich sein. Wie es konkret weitergehen könnte, soll den Vereinen in den kommenden Tagen mitgeteilt werden. Oder wie es Uwe J. Plonka formulierte: „Vieles ist noch im Nebel, aber wir bleiben dran.“

Voraussichtlich gibt es keine Absteiger

Falls besagte Einfachrunde wirklich über die Bühne gehen kann, wird es am Saisonende voraussichtlich zwar Aufsteiger, aber keine Absteiger geben. Jedenfalls habe es für eine solche Regelung auf der Digitalkonferenz großen Zuspruch gegeben, berichtet Alexander Prinz, Vorsitzender der Basketballabteilung der Schwerter Turnerschaft.

Für Prinz ist die Vorgehensweise des westdeutschen Verbandes absolut nachvollziehbar. „Es ist natürlich insgesamt schwierig, weil es keine konkrete Perspektive gibt“, sagt Prinz.

Online-Fitness ist kein gleichwertiger Ersatz

Das gelte auch fürs Sportliche. Den Spielern Trainingspläne an die Hand zu geben, nach denen sie sich fit halten könnten, mache in der aktuellen Situation wenig Sinn – ein gleichwertiger Ersatz für den Trainings- und Spielbetrieb könne die online-Fitness ohnehin nicht sein.

Zum Abschluss der Digitalkonferenz gab es aber auch noch eine gute Nachricht aus WBV-Sicht: Kaum ein Basketballverein in NRW meldet vermehrt Austritte. Das gilt auch für die Schwerter Turnerschaft: „Unsere Mitglieder halten uns die Treue, darüber freuen wir uns sehr“, sagt STS-Vorsitzender Alexander Prinz.

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Michael Doetsch

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