Der Sport steht still - die Sorgen wachsen. © Jens Lukas
Fußball

Der erste Schwerter Fußballtrainer ist geimpft: „Natürlich war ich am Start“

Amateurfußballer zählen nicht zu der ersten Gruppe, die eine Impfung gegen das Coronavirus in Anspruch nehmen darf. Ein Schwerter A-Liga-Trainer aber konnte sich nun schon piksen lassen.

Seit knapp zwei Wochen laufen in Schwerte die ersten Impfungen gegen das Coronavirus. Bundesweit ist die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, offenbar noch nicht so ausgeprägt wie die Verantwortlichen das gerne hätten. Umfragen kommen auf eine Quote von etwa 50 Prozent – nicht nur in der Gesamtbevölkerung, sondern auch beim Pflegepersonal.

Welf-Alexander Wemmer gehört nicht zu diesen Impf-Skeptikern. Als einer der ersten Schwerter Sportler ist der Trainer des Fußball-A-Ligisten SG Eintracht Ergste am Freitag gegen Corona geimpft worden – was aber nichts mit seinem Trainerjob bei der Eintracht zu tun hat, sondern mit dem Zivilberuf des 31-Jährigen zusammenhängt. Denn Wemmer ist Leiter des sozialen Dienstes im „Haus Schwerte“, dessen Mitarbeiter nun die Gelegenheit bekamen, den schützenden Piks über sich ergehen zu lassen.

Welf-Alexander Wemmer, Trainer der SG Eintracht Ergste und im Zivilberuf Leiter des sozialen Dienstes im „Haus Schwerte“, ist seit Freitag gegen Corona geimpft. © privat © privat

Natürlich war es für Wemmer und seine Arbeitskolleginnen und -kollegen freiwillig, sich impfen zu lassen. Für den Ergster Coach aber war es keine Frage, dass er sich impfen lässt. „Wenn man die Möglichkeit bekommt, sich als einer der Ersten impfen zu lassen, dann sollte man sie auch nutzen“, meint Wemmer.

Dabei denke er weniger an sich selbst, als viel mehr an die Menschen in seiner Umgebung. „In erster Linie ist es im Sinne der alten Menschen um mich herum, den Infektionsherd möglichst auszuschalten“, sagt Wemmer. Gegen eine Grippe habe er sich in der Vergangenheit übrigens noch nie impfen lassen, verrät er. „Aber Corona ist etwas Anderes“, so Wemmer.

Manche wollen lieber noch abwarten

Auch wenn im Haus Schwerte ein Großteil des Personals so denke wie er und die Impfbereitschaft in dieser Pflege-Einrichtung offenbar überdurchschnittlich hoch liegt, kann Wemmer auch die Argumente derjenigen nachvollziehen, die aus Sorge wegen möglicher Nebenwirkungen noch skeptisch sind. „Manche wollen lieber noch abwarten. Das muss man auch verstehen“, so der Pflegedienstleiter.

Deshalb sei noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten – auch im Haus Schwerte. Aber die Leitung der Einrichtung ist in dieser Richtung offenbar nicht untätig. „Unsere Chefs haben wissenschaftliche Fachberichte kommuniziert, um seriös zu informieren“, berichtet Welf-Alexander Wemmer.

Welf-Alexander Wemmer: „Ein großer Schritt“

Er selbst musste nicht mehr extra überzeugt werden. „Natürlich war ich mit am Start – ein großer Schritt in die richtige Richtung“, steht unter seinem Facebook-Post zur Impfung.

So wird Wemmer auch bedenkenlos seinen Trainerjob bei der SG Eintracht Ergste wieder ausüben können – wenn dann der Trainingsbetrieb der Amateurfußballer irgendwann mal wieder stattfinden kann. Aber das ist ein anderes Thema.

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Michael Doetsch

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