Wir öffnen das 24. Adventstürchen.
Rückennummern-Adventskalender

Die Nummer 24 spielt eher defensiv, schießt aber entscheidende Tore

Ein sportlicher Advent: Bis zum 24. Dezember öffnen wir jeden Tag ein Türchen, hinter dem sich ein Schwerter Sportler (oder eine Sportlerin) mit der passenden Rückennummer präsentiert.

Es ist der 8. März dieses Jahres, 17.03 Uhr. Im EWG-Sportpark Schwerte-Ost wird es hektisch. Es läuft die Nachspielzeit des ultimativen Schwerter Derbys. Der ETuS/DJK führt noch mit 1:0. Aber der VfL bekommt nochmal einen Eckstoß. Sofoklis Ioannidis schlägt die Flanke in den Strafraum hinein.

Plötzlich landet der Ball bei Nils Berg, der komplett frei steht. Berg schießt. Tor. Ausgleich in der Nachspielzeit. Danach rennt er jubelnd und voller Adrenalin über den Platz bis hin zur Ersatzbank, um sich von seinen Teamkollegen feiern zu lassen.

Als Minikicker beim TuS Holzen-Sommerberg

Für solche Momente ist der 27-Jährige im Sommer 2019 zum VfL Schwerte gewechselt. Zuvor hatte er sieben Jahre für den SC Hennen – überwiegend in der Landesliga – gespielt. Doch nunmehr kickten seine Freunde Yannis Schwarze und Sebastian Kozlowski beim VfL. Jene Kumpels, die als Minikicker beim TuS Holzen-Sommerberg gemeinsam das Fußballspielen lernten.

„Zwischenzeitlich waren wir dann in alle Richtung zerstreut. Aber mir ging es nochmal darum, mit meinen Freunden zusammenzuspielen“, erklärt Berg, mit dem vor eineinhalb Jahren außerdem David Graudejus – ein weiterer langjähriger Freund – zu den Blau-Weißen kam.

Nils Berg am 8. März im Lokalderby beim ETuS/DJK Schwerte. In der Nachspielzeit gelang ihm der Ausgleichstreffer. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Nils Berg trägt die Nummer 24. Und das hat einen simplen Grund. Heute auf den Tag genau in fünf Monaten, am 24. Mai, hat Nils Berg nämlich Geburtstag. Die Nummer begleitet ihn bereits seit seinen Jugendzeiten bei den Sportfreunden Oestrich.

Nils Berg fühlt sich hinten wohler

Auch in Hennen trug er sie. Und jetzt beim VfL. Für den spielt er in der Bezirksliga als Innenverteidiger, auch als Sechser kann er agieren. „Ich fühle mich hinten auf jeden Fall wohler als vorne, weil ich von dort aus das Spiel gut steuern kann. Ich habe das Geschehen lieber vor mir“, sagt er.

In seinem Alter, verrät der Speditionskaufmann, gehe es nicht mehr um die ganz großen Erfolge im Fußball. Vielmehr wolle er auch seine Freizeit dort verbringen, wo es ihm Spaß mache. „Und das ist so beim VfL“, fügt er hinzu. Und trotzdem: Ganz ohne Ambitionen ist er natürlich nicht. Konkret hat er zwei Ziele ins Auge gefasst. Da ist zum einen die geplante neue Stadionanlage in Wandhofen, auf der Nils Berg unbedingt noch spielen will.

Und nach kurzem Überlegen sagt er noch: „Vielleicht schaffen wir es ja mal, mit dem VfL in die Landesliga aufzusteigen. Das wäre eine coole Sache.“ Danach gäbe es wohl wieder ganz großen Jubel, viel Adrenalin und ausgiebige Feierlichkeiten. Dann womöglich noch ein bisschen intensiver als nach dem Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit im wichtigsten Derby der Stadt.

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