Der VfL Schwerte (weiße Trikots), hier im Schwerter Stadtmeisterschaftsfinale 2020 gegen den SC Berchum/Garenfeld, darf ebenso wie der ETuS/DJK Schwerte und der VfB Westhofen bei der Dortmunder Stadtmeisterschaft im kommenden Winter nicht mitmachen. © Bernd Paulitschke
Hallenfußball

Die Reaktionen des Schwerter Trios auf den Ausschluss bei Dortmunder Stadtmeisterschaft

Vereine aus Schwerte und Lünen dürfen bei der kommenden Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft nicht mitspielen. Wir haben die Schwerter Reaktionen zu diesem Kreisbeschluss gesammelt.

Mit dem VfL Schwerte, dem ETuS/DJK Schwerte und dem VfB Westhofen gehören drei Schwerter Vereine dem Fußballkreis Dortmund an. Ebenso wie die Lüner Vereine, die dem Dortmunder Kreis zugeordnet sind, durften sie 2016/17 erstmals am groß aufgezogenen Dortmunder Titelkampf teilnehmen und machten von diesem Angebot in den vergangenen Jahren zumindest teilweise auch Gebrauch.

2020/21 fiel das Turnier dem Coronavirus zum Opfer. Im Jahr davor hatten die Dortmunder zur Auflage gemacht, dass Schwerter Vereine nur teilnehmen dürfen, wenn sie parallel kein anderes Turnier spielen. Weil die Zwischenrunde der Dortmunder Titelkämpfe zeitlich mit der Schwerter Hallenstadtmeisterschaft kollidierte, waren der VfL und der ETuS/DJK in Dortmund nicht am Ball. Die Westhofener schafften es dagegen seinerzeit, trotz der erwähnten Vorgabe, beide Turniere unter einen Hut zu bekommen.

Beschluss wurde per Videokonferenz übermittelt

Dies wird sich bei der kommenden Auflage zum Jahreswechsel 2021/22 nicht wiederholen. Denn der Dortmunder Kreisvorstand hat beschlossen, die Teams aus Schwerte und Lünen zumindest für die bevorstehenden Dortmunder Stadtmeisterschaft nicht zuzulassen – ein Beschluss, den Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski den Vereinsvertretern auf einer Videokonferenz am Dienstagabend übermittelt hat.

Und wie haben die Verantwortlichen des Schwerter Trios auf den Ausschluss reagiert? „Wir haben ja schon in den vergangenen Jahren nicht mehr teilgenommen. Ich werde jetzt nicht in Depressionen verfallen – auch wenn es sicherlich eine schöne Option wäre, auch in Dortmund spielen zu dürfen“, sagt André Haberschuss, Trainer des ETuS/DJK Schwerte. Einen allzu hohen Stellenwert haben die Dortmunder Titelkämpfe in Schwerte-Ost also nicht. Deshalb habe auch niemand vom ETuS/DJK an besagter Videokonferenz am Dienstag teilgenommen, so Haberschuss.

Kamal Hafhaf: „Kann die Entscheidung verstehen“

Die anderen beiden Schwerter Vereine waren dagegen in Person des Sportlichen Leiters Kamal Hafhaf (VfL Schwerte) und des Präsidenten Jürgen Rump (VfB Westhofen) bei der virtuellen Zusammenkunft vertreten – und reagierten nahezu identisch auf die Nachricht des Kreises. „Wir hätten schon alleine deshalb gerne teilgenommen, weil es eine tolle Veranstaltung ist. Ich habe das Gefühl, dass die Dortmunder Vereine nicht wollen, dass Vereine aus anderen Städten dabei sind und dass der Kreis deshalb so entschieden hat. Aber ich kann es auch verstehen – es ist eben eine Dortmunder Stadtmeisterschaft“, sagt Hafhaf.

Jürgen Rump sieht es ähnlich. „Die Dortmunder Stadtmeisterschaft ist für viele Spieler eine Art Schaulaufen – da wäre man gerne dabei. Aber wir können mit der Entscheidung leben, werden sie akzeptieren und deshalb ganz sicher kein Fass aufmachen“, sagt der Westhofener Vereins-Chef.

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Michael Doetsch

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