Die Kaderplanungen für die Spielzeit 2021/22 sind wegen der ungewissen Situation der zurzeit unterbrochenen Saison 2020/21 nicht ganz einfach. © Bernd Paulitschke
Fußball-Bezirksliga

Drei Neuzugänge eines Bezirksligisten – einer von ihnen weiß genau, wo das Tor steht

Ob die aktuell unterbrochene Fußballsaison 2020/21 noch fortgesetzt oder abgebrochen wird, ist nach wie vor offen. Diese Ungewissheit macht die Planungen für 2021/22 nicht einfacher.

Das gilt vor allem für Mannschaften, die noch in Abstiegsgefahr stecken und im Falle einer Saisonfortsetzung um den Klassenerhalt bangen müssten. Wenn es dagegen zum vorzeitigen Abbruch und damit zu einer Annullierung der laufenden Spielzeit kommt, ginge es mit dem Start der Saison 2021/22 bei Null in der jetzigen Ligen-Konstellation wieder los.

Bezirksligist SC Hennen ist so eine Mannschaft, die zwangsläufig zweigleisig planen muss. Nach nur drei Punkten aus den bisher absolvierten sieben Spielen stehen die „Zebras“ auf dem vorletzten Tabellenplatz der Bezirksliga-Staffel 6.

Marvin Horn: „Spielklasse ist gar nicht so entscheidend“

Dennoch treiben die Hennener Verantwortlichen die Kaderplanung eifrig voran und sind nach Aussage des Sportlichen Leiters, Marvin Horn, schon ziemlich weit. Mit den Garenfeldern Sascha Engelberg und Kevin Roggenkamp gibt es ein neues Trainergespann, das die Nachfolge von Holger Stemmann und Christian Manza antreten wird – unabhängig von der Liga. Und auch aus den Gesprächen mit den Spielern des aktuellen Kaders und mit potenziellen Neuzugängen habe er erfahren, „dass die Spielklasse für die meisten gar nicht so sehr die entscheidende Rolle spielt“, so Horn.

Marvin Horn, Sportlicher Leiter des SC Hennen, bastelt eifrig am Personal der „Zebras“ für die nächste Saison. © SC Hennen © SC Hennen

90 bis 95 Prozent des Kaders würden auch mit in die A-Liga gehen, schätzt Horn. Natürlich werde man alles daran setzten, die Bezirksliga zu halten, falls die Saison wirklich noch fortgesetzt wird. „Aber wenn wir wirklich absteigen sollten, würden wir sicherlich in der A-Liga eine Mannschaft stellen, mit der man sofort wieder hochgehen könnte“, sagt der Sportliche Leiter.

Neben vielen Zusagen von Spielern des aktuellen Kaders kann Horn auch schon drei externe Neuzugänge präsentieren: Mittelfeldspieler Brian Prince, der im Sommer zum Landesligisten BSV Menden, trainiert vom Ex-Hennener Kevin Hines, gewechselt war, kehrt ins Naturstadion zurück.

Brian Prince (li.) kehrt vom BSV Menden zum SC Hennen zurück. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Mit Nick Wachholz kommt ein Defensivspieler aus der A-Jugend der Spielvereinigung Hagen 11, nach Hennen – und dann ist doch der dritte Neue: Torjäger Steffen Kost (32). „Steffen weiß, wo das Tor steht. Überall, wo er gespielt hat, hat er auch getroffen“, sagt Marvin Horn über den Stürmer, der in der zurzeit unterbrochenen Saison für den TuS Wandhofen in der Kreisliga C in drei Spielen zehn Saisontore erzielt hat.

Steffen Kost, hier im Trikot des VfL Schwerte 2016, ist zum SC Hennen gewechselt. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Kost hat im Laufe der Jahre schon einige Stationen hinter sich: Beim TuS Holzen-Sommerberg stieg er 2007 mit der A-Jugend in die Bezirksliga sowie 2008 mit der ersten Mannschaft in die Kreisliga A auf. Danach spielte Kost für den ETuS/DJK Schwerte, den TuS Wandhofen, die SG Eintracht Ergste, den SC Berchum/Garenfeld, den VfL Schwerte, den SV Langschede und die zweite Mannschaft des ASC 09 Dortmund, mit der er 2018 ebenfalls in die A-Liga aufgestiegen ist, ehe er nach Wandhofen zurückkehrte. „Steffen will es nochmal wissen“, setzte Marvin Horn große Hoffnungen in den Stürmer.

Darüber hinaus bauen die Hennener Verantwortlichen auch auf Spieler, die aus der eigenen Bezirksliga-A-Jugend in den Seniorenbereich aufrücken. „Auf sie wollen wir auch die nächsten Jahre bauen. Die Jungs sollen die Chance haben, sich bei uns im Seniorenbereich zu entwickeln“, sagt Marvin Horn und nennt vier Spieler aus diesem Kreis: Florian Eull, Nico Veith, Jakob Blumberg und Nicolas Dandelis.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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