Engagiert an der Seitenlinie: Pietro Perrone trainiert in der kommenden Saison die A-Junioren des TuS Holzen-Sommerberg - aber nicht nur das. © Manuela Schwerte

Ein Trainer mit großem Netzwerk, von dem gleich zwei Vereine profitieren

Der TuS Holzen-Sommerberg darf sich auch nach Corona über den Rat eines Mannes freuen, der sich in den vergangenen Jahren ein großes Netzwerk erarbeitet hat.

Der erfahrene Mann trainiert mit klaren Zielen bald die A-Junioren des TuS. Aber er tanzt im Seniorenbereich im Dortmunder Raum weiterhin auf einer weiteren Hochzeit. Seine Parallelarbeit habe in der Vergangenheit zu einem Missverständnis geführt. Das möchte der engagierte Coach und sportliche Berater im Interview klarstellen – und sein Konzept erläutern. Und wir wollen wissen, was im Dortmunder Süden bald passieren soll.

Pietro Perrone freut sich auf die neue Saison als A-Juniorentrainer der Holzener und als Chefcoach des Dortmunder A-Ligisten KF Sharri. Damit ist klar, wo er in Zukunft zu finden ist: auf beiden Plätzen.

Pietro Perrone, es soll so rübergekommen sein, als hätten Sie Holzen-Sommerberg wegen Sharri im Herbst des vergangenen Jahres den Rücken gekehrt. Wie war es aus Ihrer Sicht?

Ich habe Holzen nie verlassen. Ich hatte ab vergangenem Sommer unserem jungen Coach Arne Werner unter die Arme greifen wollen, aber auch unserem A-Juniorentrainer Phillip Stricker. Ich habe schnell gemerkt, dass Arne das sehr gut auch alleine schaffen kann. Ich bin aber immer im Verein geblieben, habe ihn wegen Sharri nicht im Stich gelassen. Bei Sharri habe ich viele gute Bekannte. Aber auch denen habe ich gesagt, dass ich weiterhin bei den Holzener Junioren arbeiten würde. Ich habe Erfahrung und viele Kontakte. Von denen sollte der TuS weiterhin profitieren.

Sie waren also nie richtig weg aus Holzen?

Nein. So passt es ja auch jetzt, dass ich in beiden Klubs wichtige Funktionen habe.

Dann reden wir über Ihre beiden Vereine. Sie waren lange im TSC Eintracht und bei Westfalia Herne aktiv. Was überzeugte Sie vom TuS Holzen-Sommerberg?

Ein paar Freunde hatten mich angesprochen. Als ich das erste Mal das Eintrachtstadion betrat, war ich regelrecht begeistert. Ich habe mich gewundert, dass ich diesen tollen Platz noch nie gesehen hatte. Unter diesem Eindruck und nach interessanten Gesprächen war mir klar: Hier geht etwas.

Der Verein hat einen enormen Zulauf. Was ist in Zukunft Ihre Aufgabe?

Ich übernehme die A-Junioren alleine. Wer mich kennt, weiß, dass Alt oder Jung für mich keine Kriterien sind, sondern gut oder schlecht. Ich darf in diesem Zusammenhang Christopher Antwi-Adjej und Semih Güler erwähnen, die ich damals von der Eintracht zur Westfalia mitgenommen und sie auf dem Sprung in den Profifußball gefördert hatte. Ich bin überzeugt, dass auch Jungs des TuS mehr Potenzial als für untere Amateurligen haben.

Wie sieht Ihre Förderung im Tagesgeschäft aus?

Ich ziehe die besten Fußballer, auch die älteren B-Junioren, zusammen, und bilde ein ambitioniertes Team. Ich versuche, sie im Training besser zu machen. Darauf zielt meine Arbeit ab. Mit Phillip Strickers U18 möchte ich eng zusammenarbeiten. An den Wochenenden hoffe ich dann auf gute Ergebnisse in der A-Junioren-Bezirksliga.

Und dann bleibt auch noch Zeit für Sharri?

Ja, ich habe mit beiden Vereinen die Trainingszeiten abgestimmt. Für mich bedeutet das, an sechs Tagen in der Woche auf dem Sportplatz zu stehen. Sharri hat mich gebeten, die Mannschaft zu fördern. Da ich viele da kenne, helfe ich gerne. Auch da habe ich es mit guten Fußballern zu tun.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle