Heute wird die 16. Tür unseres Rückennummern-Adventskalenders geöffnet. © Martin Klose
Rückennummern-Adventskalender

Eine Kosmopolitin, die ihre Glücksnummer nie bekam

Ein sportlicher Advent: Bis zum 24. Dezember öffnen wir jeden Tag ein Türchen, hinter dem sich ein Schwerter Sportler (oder eine Sportlerin) mit der passenden Rückennummer präsentiert.

Eigentlich passt ihr aktuelles Leben gar nicht zu ihr. Die 24-Jährige lebt in Dortmund, arbeitet in Herdecke und Volleyball spielt sie für ihren Heimatverein, den VV Schwerte. Sie ist wahrlich verwurzelt und sesshaft in ihrer Heimat. Doch eigentlich ist sie eine mutige Vagabundin, die schon früh aus gesicherten Strukturen herausbrach.

Ein Jahr in Australien

Mit gerade einmal 15 Jahren flog Felina Bönninger auf die andere Seite der Erdkugel. Ein ganzes Jahr verbrachte Bönninger im Teenager-Alter bei einer Gastfamilie in Melbourne, Australien. Und nachdem sie ihr Abitur am Friedrich-Bährens-Gymnasium absolvierte, ging sie wieder fort. Diesmal nicht ganz so weit. Doch immerhin auch in ein neues Land – und das als gerade einmal 17-Jährige. Drei Jahre lang studierte sie Psychologie im niederländischen Leiden.

Felina Bönninger (li.) spielte noch nie für einen anderen Verein als den VV Schwerte. Hier fühlt sie sich besonders wohl. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Als sie 2017 nach Schwerte zurückkehrte, ging sie auch wieder zum Volleyballtraining beim VVS. Mit zwölf Jahren hat sie damals noch beim VC Schwerte angefangen. Eigentlich lief lange Zeit alles auf eine Leichtathletik-Karriere hinaus. „Aber durch meine Größe wurde mir immer geraten, diese doch auch irgendwie zu nutzen“, blickt Bönninger heute zurück.

Eine Freundin nahm sie 2008 also mit zum Volleyball. Und das gefiel ihr so gut, dass sie schon bald gänzlich mit der Leichtathletik brach. Fortan spielte Bönninger nur noch Volleyball. Nun nutzte sie also ihre Größe aus. Unterbrochen wurden ihre Volleyball-Jahre beim heutigen VV Schwerte nur durch ihre Auslandsaufenthalte in Australien und den Niederlanden.

„Als ich dann aber nach drei Jahren Pause zurückgekommen bin, war für mich klar, dass ich unbedingt wieder in meiner alten Mannschaft spielen möchte“, erzählt Bönninger, die als Psychologin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeitet. „Ich wurde damals direkt sehr herzlich aufgenommen und habe mich sofort wieder wohlgefühlt. Das ist für mich auch das Besondere an Schwerte.“

Nur mit einer Entscheidung ist Bönninger bis heute nicht ganz einverstanden: die ihrer Trikotnummer. Eigentlich wollte sie nach ihrer Rückkehr die 26 auf dem VVS-Trikot stehen haben – ihre Glückszahl. Da dies jedoch offenbar nicht möglich war, bekam sie die 16 zugeordnet. „Da wurde wohl entschieden, dass sie einfach 10 abziehen“, sagt Felina Bönninger lachend. Seit ein paar Jahren ist sie nun bereits die Kosmopolitin mit der 16.

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