Ein heimischer A-Ligist präsentierte sich saisonübergreifend im Kalenderjahr 2020 als torhungrig. © Manuela Schwerte
Fußball-Jahresrückblick

Eine Kreisliga-Torfabrik produziert im Schnitt mehr als vier Tore pro Spiel

2020 war kein gewöhnliches Jahr. Auch nicht für den Amateurfußball. Wegen Corona wurde die Saison 2019/20 vorzeitig beendet, ehe die Pandemie im Herbst ein Stoppschild für 2020/21 setzte.

Trotzdem wollen wir darauf blicken, wie das Fußballjahr 2020 für die heimischen Vereine gelaufen ist. Zum Beispiel für eine Mannschaft, die sich im ablaufenden Jahr als ziemlich torhungrig erwiesen hat.

Seit 2008 spielt der TuS Holzen-Sommerberg mit der Ausnahme der Spielzeit 2012/13, als er es für ein Jahr in die Bezirksliga geschafft hatte, ununterbrochen in der Kreisliga A um Punkte – lange Jahre im Kreis Iserlohn und seit 2015 im Dortmunder Kreis.

Sechs Siege, ein Unentschieden, vier Niederlagen

Die Bilanz 2020: Saisonübergreifend hat der TuS im Kalenderjahr elf Meisterschaftsspiele absolviert, drei in der Saison 2019/20 und acht in der Spielzeit 2020/21. Dabei sprangen sechs Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen bei einem Torverhältnis von 45:20 heraus.

Ein Garant für Tore: Florian Kaiser hat in den elf Meisterschaftsspielen des Jahres 2020 für den TuS Holzen-Sommerberg 19 Mal getroffen. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage hielten sich Erfolg und Misserfolg im Frühjahr die Waage. Insgesamt schlossen die Holzener die abgebrochene Spielzeit 2019/20 auf Platz elf ab.

Mit dem Start in die neue Saison hatte die junge Mannschaft des jungen Trainers Arne Werner höhere Ambitionen – ein Platz unter den ersten Fünf wurde als Saisonziel ausgegeben. Der Eindruck nach den ersten Spielen bis zur Saisonunterbrechung: Das Erreichen dieses Ziels scheint alles andere als unrealistisch.

TuS Holzen-Sommerberg ist Vierter

Denn mit fünf Siegen und drei Niederlagen steht Holzen-Sommerberg im aktuellen Klassement der Dortmunder Kreisliga A1 auf dem vierten Platz – auch wenn dabei zu berücksichtigen ist, dass die meisten Mannschaften der Liga weniger Spiele absolviert haben als die Holzener. Diese durften immerhin schon achtmal ran, während zum Beispiel Lokalrivale VfB Westhofen erst fünf Saisonspiele absolviert hat.

Die höchsten Siege des Jahres: Gleich viermal langten die Holzener in dieser Saison richtig zu: Bei Phönix Eving und gegen die Zweitvertetung des Kirchhörder SC gingen sie jeweils mit 7:0 als Sieger vom Platz, und auch die Erfolge bei der Zweitvertretung des BSV Schüren (9:3) und gegen den FC Hellweg Lütgendortmund darf man in die Rubrik Kantersiege einordnen.

Die höchste Niederlage des Jahres: Obwohl der TuS in dieser Partie über weite Strecken ebenbürtig war, verlor er zum Saisonstart am 6. September das Lokalduell gegen den VfB Westhofen mit 1:3. Die anderen drei Niederlagen des Kalenderjahres waren drei Auswärtsspiele, die jeweils 1:2 aus Holzener Sicht endeten. Richtig unter die Räder gekommen ist die Werner-Elf also 2020 in keinem einzigen Spiel.

Und sonst? Auffallend ist die Offensivstärke der Holzener. 45 Tore in elf Partien Spielen sind im Durchschnitt mehr als vier geschossene Tore pro Spiel, was nicht zuletzt an Dominik Kaiser liegt. Kaiser hat 19 der besagten 45 Holzener Toren geschossen – ein Torjäger der Extraklasse, der für Kreisliga-Verhältnisse überqualifiziert ist.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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