Marcel Hassemeier landete bei der Abstimmung zum „Größten Athleten aller Zeiten“ der World Games auf dem vierten Platz. © DLRG
World Games

Erst der „Wow-Effekt“, doch dann wird Marcel Hassemeier noch vom Treppchen geschubst

Er hat bei der Wahl zum „Größten Athleten aller Zeiten“ der World Games ganz vorne mitgemischt. Und trotzdem hat sich Marcel Hassemeier, Rettungsschwimmer der DLRG Schwerte, auch geärgert.

Platz vier ist es am Ende geworden für den 31-Jährigen, der als einer von 24 Athletinnen, Athleten und Mannschaften für die Wahl zum „Größten Athleten aller Zeiten“ der World Games (Weltspiele der nicht-olympischen Sportarten) nominiert worden war.

Als bei der Abstimmung die besagten 24 Nominierten auf die Top Ten reduziert worden waren, war Hassemeier immer noch dabei – und mehr noch: Der Rettungsschwimmer, der 2013 bei den World Games im kolumbischen Cali mit zwei Goldmedaillen in den Einzeldisziplinen Life Saver und Super Life Saver sowie zwei Gold- und einer Silbermedaille in den Staffel-Wettbewerben zum erfolgreichsten Athleten wurde, segelte auf Treppchen-Kurs. „Dass ich bis kurz vor Schluss auf Platz drei lag, war ein richtiger Wow-Effekt“, sagt er.

„Holzmedaille“ mit 79.760 Stimmen

Letztlich aber reichte es dann doch nicht ganz zum dritten Platz. Wenige Stunden vor Ende der Abstimmung wurde er noch von der ukrainischen Powerlifterin Larysa Soloviova abgehängt – um 1030 Stimmen. So blieb Hassemeier unter dem Strich mit insgesamt 79.760 Stimmen statt einem der drei Glaspokale mit eingelasertem Konterfei nur die „Holzmedaille“.

Wurmen tue ihn der vierte Platz als solches aber auf keinen Fall, erklärt Hassemeier. „Bei den Nominierten handelt es sich bei allen um großartige Athleten. Ich gönne den Erfolg jedem einzelnen von ihnen.“ Und trotzdem bleibt da ein kleiner Wermutstropfen – in der Art und Weise, wie Platz drei am Ende noch verloren ging.

„Ich hatte mir ehrlich gesagt mehr Werbung für die Abstimmung durch den DOSB (der Deutsche Olympische Sport-Bund, Anm. d. Red.) erhofft. Aber da kam nichts über deren Homepage oder Instagram. Ich hätte mir gewünscht, dass da nicht nur der Rettungssport und die ILS (International Life Saving Federation, Anm. d. Red.) zusammenhält, sondern alle Verbände“, sagt Hassemeier.

Genau das sei im Falle der Powerlifterin aus der Ukraine passiert. „Wenn ich mir deren Werbekampagne angucke, dann muss ich sagen: Mit ähnlichen Maßnahmen hätten wir den dritten Platz halten können.“

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Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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Michael Doetsch
2014 als Praktikant in der Sportredaktion erstmals für Lensing Media aufgelaufen – und als Redaktionsassistent Spielpraxis gesammelt. Im Oktober 2017 ablösefrei ins Volontariat gewechselt und im Anschluss als Stammspieler in die Mantel-Redaktion transferiert. 2021 dann das Comeback im Sport, bespielt hauptsächlich den Kreis Unna.
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