Ein Klub hat zwei Trainer verloren. © Bernd Paulitschke
Fußball

Gleich zwei Trainer verlassen ihren Klub im Sommer – Verein kündigt schnelle Nachfolge an

Die Amateurfußballsaison ist unterbrochen. Trotzdem tut sich in den Vereinen derzeit einiges. So wird bei den meisten Klubs in diesen Tagen die Trainerfrage für 2021/22 beantwortet.

Beim Landesligisten SC Berchum/Garenfeld als klassenhöchstem Team des Schwerter Stadtsportverbandes ist die Trainerfrage für die Saison 2021/22 ebenso geklärt wie beim Bezirksliga-Trio VfL Schwerte, ETuS/DJK Schwerte und Geisecker SV. Auch die A-Ligisten SG Eintracht Ergste, VfB Westhofen und der TuS Holzen-Sommerberg vertrauen den aktuellen Trainern.

Anders sieht es beim Bezirksligisten SC Hennen aus. „Wir werden uns zur neuen Saison auf der Trainerposition verändern. Holger Stemmann und Christian Manza werden in der kommenden Saison nicht mehr die Trainer der 1. Mannschaft sein“, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Vereinsführung der „Zebras“.

Stemmann und Manza sind seit 2019 im Amt

Cheftrainer Stemmann und Manza als Co-Trainer hatten das Hennener Bezirksliga-Team zur Saison 2019/20 übernommen. Als diese Spielzeit im Frühjahr nach 20 Spieltagen coronabedingt abgebrochen worden war, stand Hennen mit fünf Siegen, vier Unentschieden und elf Niederlagen auf dem zwölften Tabellenplatz.

Trainer Holger Stemmann (li.) und Co-Trainer Christian Manza werden in der Saison 2021/22 nicht mehr beim SC Hennen an der Seitenlinie stehen. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Der Wunsch nach einer tabellarischen Verbesserung hat sich in der aktuell unterbrochenen Saison 2020/21 bisher nicht erfüllt. Im aktuellen Klassement der Bezirksliga 6 stehen die Hennener mit nur drei Punkten aus sieben Spielen auf dem vorletzten Platz. Mit anderen Worten: Sollte die Saison fortgesetzt werden können, besteht akute Abstiegsgefahr.

So ist diese bescheidene sportliche Situation der Grund für die Trennung, wie Hennens Fußballvorsitzender Marco Vorländer bestätigt: „Ich habe großen Respekt vor Holger Stemmanns fußballerischer Ahnung, und wir sind auch von seinen menschlichen Qualitäten überzeugt. Aber wir können die sportliche Situation nicht außer Acht lassen. Und die sieht leider nun mal so aus, dass wir in dieser Saison erst ein Spiel gewonnen haben – und das keineswegs souverän beim Tabellenletzten.“

Warum der sportliche Erfolg bisher ausgeblieben ist, lasse sich nur schwierig erklären, so Vorländer weiter. „Die Corona-Bedingungen, viele Verletzungen und andere Gründe“ führt er als mögliche Gründe an.

Marco Vorländer: Kein Streit zwischen Trainer und Verein

Vorländer betont aber, dass es keinen Streit zwischen Verein und Trainer gibt. „Aber leider gibt es Situationen, in denen eine saubere Trennung die letzte Möglichkeit ist, Veränderungen und neue Impulse zu schaffen“, so Marco Vorländer. Der Wunsch der Vereinsführung sei es, „mit den Trainern den Klassenerhalt zu schaffen, um dann am Saisonende freundschaftlich auseinander zu gehen.“

Zudem weist der Hennener Fußball-Chef darauf hin, dass diese Personalentscheidung gemeinsam von Vorstand, sportlicher Leitung und auch den Trainern getroffen wurde und von allen als die beste Lösung für den Verein angesehen wird.

Präsentation des Nachfolgers steht kurz bevor

Bleibt die Frage nach einem Nachfolger. Vollzug melden wollte Vorländer am Dienstag noch nicht. Aber es ist davon auszugehen, dass dies in Kürze erfolgen wird – anders ist der letzte Satz der Pressemitteilung wohl nicht zu verstehen: „Wir hoffen, schon in den nächsten Tagen die Nachfolger bekanntgeben zu können. Aussichtsreiche Gespräche wurden geführt und stehen vor dem Abschluss.“

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Michael Doetsch

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