Mit gut 40 Leuten - hier nur ein Teil von ihnen - packte der SC Berchum/Garenfeld mit seinem Vorsitzenden Thomas Krah (4.v.li.) kräftig an. © SC Berchum/Garenfeld
Unwetter

Hochwasserhilfe statt Training: SC Berchum/Garenfeld hat kräftig in die Hände gespuckt

In unmittelbarer Nachbarschaft des Vereins hat das Hochwasser vor knapp zwei Wochen heftige Schäden angerichtet - Grund genug, für den SC Berchum/Garenfeld tatkräftig zu helfen.

Eigentlich hatte Fabian Kampmann, Trainer des Fußball-Landesligisten SC Berchum/Garenfeld, ein Intensiv-Wochenende geplant – neben den beiden Testspielen am vergangenen Samstag bei Blau-Weiß Voerde (2:1) und tags darauf gegen die Spielvereinigung Hagen 11 (2:2) sollte auch noch fleißig trainiert werden.

Doch am Samstag waren die Berchum/Garenfelder vor besagter Partie in Voerde anderweitig im Einsatz: als tatkräftige Helfer nach der Flutkatastrophe, die in Hagen und Hohenlimburg, also in direkter Garenfelder Nachbarschaft, besonders heftige Schäden angerichtet hat.

Trainer Kampmann sagte ohne Zögern zu

Nicht ohne Stolz berichtet Vereinsvorsitzender Thomas Krah von dem beachtlichen Engagement, das aus den Reihen des SC Berchum/Garenfeld gekommen ist. So habe Trainer Fabian Kampmann ohne Zögern zugesagt, seine Schützlinge zum Helfen zu animieren anstatt sie trainieren zu lassen. Ein Großteil der Landesliga-Mannschaft machte dann auch mit und bildete mit Vorstandsmitgliedern, Eltern aus dem Jugendbereich und anderen Personen aus dem Umfeld des Vereins eine Gruppe von mehr als 40 Leuten, die kräftig in die Hände gespuckt haben.

Nachdem man sich im Vorfeld erkundigt hatte, wo besonders dringend Hilfe benötigt wird, startete der Berchum/Garenfelder Tross, unter anderem mit den beiden Neunsitzern des Vereins, in den Hagener Stadtteil Delstern. In Kooperation mit den Hagener Entsorgungsbetrieben (HEB) packten die Fußballer mit an, um die bereit gestellten Müllfahrzeuge und Container mit dem entstandenen Unrat, aber auch mit nicht mehr nutzbarem Haus-Mobiliar zu füllen.

Vorsitzender Thomas Krah: „Es war schon bitter“

„Es war schon sehr bitter zu sehen, wie zum Beispiel Wohnzimmer-Möbel durch die Flut zerstört worden sind“, sagt Thomas Krah. Sein eigenes Zuhause, das von dem Unwetter glücklicherweise nicht betroffen war, habe er am Samstagabend mit ganz anderen Augen gesehen, gesteht Krah.

Bei allen bedrückenden Gefühlen, die die sichtbaren Folgen des Hochwassers auch eine gute Woche danach noch hervorrufen, sei man nach getaner Arbeit aber mit einem guten Gefühl vom Einsatzort weggefahren, sagt Krah. Und das eine oder andere Feierabend-Bierchen sowie die Spaghetti Bolognese, die es zum Abschluss des Arbeitstages im Garenfelder Vereinsheim gab, hatten sie sich dann auch redlich verdient.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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