Die Holzpfosten-Futsaler müssen sich auf einen neuen Terminplan einstellen. © Bernd Paulitschke
Futsal

Holzpfosten: Die Futsal-Bundesliga wird kommen – allein schon aus Angst vor Klagen

In 2020 wird kein Futsal mehr gespielt. Wie es im neuen Jahr mit der Regionalliga West, der Deutschen Meisterschaft und der Bundesliga-Planung weitergeht, verrät Staffelleiter Friedhelm Spey.

Seit dem 1. November ruht die Futsal-Regionalliga West. Die Holzpfosten Schwerte haben ihr letztes Spiel am 10. Oktober absolviert, konnten überhaupt erst drei der 24 vorgesehenen Partien über die Bühne bringen. Alle weiteren Spieltag bis Ende 2020 sind abgesagt. Doch nun wurde der Spielplan neu terminiert.

Auftrag vom DFB-Spielausschuss

Am 24. April 2021 sollte der 26. und damit letzte Spieltag der Saison steigen, so sah es der ursprüngliche Terminplan vor. Doch dieser war nach zahlreichen Ausfällen nicht mehr zu halten. Staffelleiter Friedhelm Spey handelte bereits. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte alle Regionalliga-Staffelleiter kontaktiert. „Es war ein Auftrag vom DFB-Spielausschuss“, berichtet Spey.

Saison wird verlängert

Erster wichtiger Punkt in der weiteren Planung ist, dass die Saison um zwei Monate verlängert wird. Der letzte Spieltag soll nun am 26. Juni stattfinden. „Ich gehe davon aus, dass um den 15. Januar die Freigabe für das Training erteilt wird“, meint Spey. Den ersten regulären Spieltag hat er für den 13. Februar angesetzt.

Die 20 noch ausstehenden Spieltag sollen dann im Wochenrhythmus jeweils samstags bis eben Ende Juni durchgezogen werden. Abstellungen für die Nationalmannschaft, dies betrifft hauptsächlich Sennestadt und Köln, treten erst sonntags in Kraft. Am 6. Februar sind zudem drei Nachholspiele terminiert.

Ein sehr ambitioniertes Terminplan. Und auch Spey glaubt nicht so recht, dass diese Planung so gelingen kann. Erstes Ziel ist es, zumindest eine komplette Hinrunde zu spielen. Mit deren Resultat könnte die Saison gewertet werden.

Ist es denn da noch sinnvoll an der Qualifikation für die neue Bundesliga überhaupt festzuhalten?

Die Bundesliga kommt

„Die Bundesliga kommt in der nächsten Saison“, lässt Friedhelm Spey in diesem Punkt keine Zweifel zu. Der Grund sei, dass einige Vereine bereits ihr Budget für die Bundesliga aufgestellt hätten. „Es gibt Vereine, die ausschließlich Profi-Spieler haben“, weiß er. Bei einer erneute Verschiebung der Bundesliga könnte also auch Regressforderungen entstehen.

Marc Nebgen spielt mit den Holzpfosten zuletzt am 10. Oktober gegen Mühlheim – wegen Corona ohne Zuschauer. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Am 17. Dezember soll eine Videokonferenz mit den Vereinen stattfinden, in der es nochmal um die Kriterien für eine Zulassung für die Bundesliga geht.

Die an der Regionalliga-Saison anschließenden Spiele um die Deutsche Meisterschaft stünden dagegen hinten an. „Da geht es ja nur um eine Qualifikation für den Europacup. Und in Zeiten von Corona will da momentan niemand nach Kasachstan reisen“, überspitzt Spey die Situation. Da Deutschland in Sachen Futsal international weiterhin eher drittklassig ist, muss der Deutsche Meister im Europacup stets eine Qualifikation in Ländern wie beispielsweise Kasachstan spielen.

Die Saison ist also zunächst neu geplant, wenn auch sehr ambitioniert. Und dennoch bleiben noch offene Fragen. Was passiert bei weiteren Spielausfällen? „Der Ostermontag, Himmelfahrt und Pfingsten wären noch mögliche Termine“, berichtet Spey. Eine weitere Möglichkeit seien Doppelspieltage samstags und sonntags.

Staffelleiter Friedhelm Spey bleibt optimistisch. © FLVW © FLVW

Und was ist mit den Nachholspielen, die noch gar nicht terminiert sind? So haben die Holzpfosten Schwerte noch zwei Spiele, die im Oktober wegen der Spielsperre durch den politischen Kreis Unna ausgefallen waren. Diese sollen möglichst unter der Woche stattfinden, so Spey. Es sind die Partien in Königsborn und gegen Bielefeld.

Insgesamt plädiert er für Zusammenhalt. „Wir hatten ein super Hygienekonzept, ich bin in einigen Hallen gewesen. Wir müssen jetzt einfach enger zusammenrücken“ bleibt Friedhelm Spey zumindest optimistisch.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Jörg Krause (Jahrgang 1967) ist seit Mitte der 1990er-Jahre als freier Mitarbeiter in der Schwerter Lokalsportredaktion unterwegs. Vor allem in Sachen Fußball ein wandelndes Lexikon.
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