2015 erreichten die Holzpfosten Schwerte das Endspiel um die Deutsche-Futsal-Meisterschaft. © Bernd Paulitschke
Futsal

Holzpfosten Schwerte: Nur ein Spieler aus dem Vize-Meister-Team kann nicht loslassen

Wenn die Futsal-Bundesliga im Herbst ihre Premiere feiert, wird Holzpfosten Schwerte wohl nicht dabei sein. Der letzte Spieler aus der 2015er-Mannschaft wäre gerne dabei gewesen.

Im September soll es losgehen. Wie vor zwei Jahren vom DFB beschlossen, soll es mit der Saison 2021/22 eine Futsal-Bundesliga geben. Natürlich vorausgesetzt, die Corona-Pandemie lässt dann Hallensport zu.

Dass die Mannschaft von Holzpfosten Schwerte im September dabei ist, erscheint aktuell eher unwahrscheinlich. Nach zwei Niederlagen und einem Sieg nach insgesamt nur drei ausgetragenen Spielen sollte es für die Schwerter nicht für die sportliche Qualifikation reichen. Eine Annullierung der Saison stehe aber immer noch aus, so Holzpfosten-Teamchef Hendrik Ziser.

Marc Nebgen ist auch sechs Jahren nach dem Finale noch dabei

Das Gesicht der Mannschaft hat sich in den letzten Jahren stetig verändert. Allein

Marc Nebgen, der Ex-Nationalspieler, ist der Einzige, der heute noch spielt und auch schon vor sechs Jahren in Hagen beim Endspiel dabei war. 2015 erreichten die Schwerter wie ein Jahr zuvor erneut das Finale um die Deutsche Futsal-Meisterschaft und unterlagen den Hamburg Panthers mit 4:7 – vor der gigantischen Kulisse von 2000 Holzpfosten-Fans in roten Trikots.

Marc Nebgen spielt noch immer Futsal für die Holzpfosten Schwerte. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

„Natürlich hätte ich gerne in der Bundesliga gespielt, das ist doch klar. Aber wie es aussieht, reicht es nicht für die Qualifikation“, erklärte Nebgen. Dass von seinen Ex-Kameraden niemand mehr dabei ist, ist für Nebgen relativ normal.

„Die Jungs kamen ja nicht nur aus Schwerte. Einigen wurde schließlich die Anreise zu mühsam, andere sind weggezogen oder haben sich verletzt. Der Lebensmittelpunkt liegt bei vielen woanders, oder es hat sich halt die Lebensweise geändert. Ich selbst kann offensichtlich nicht loslassen und bin quasi als Letzter der 2015er-Mannschaft immer noch dabei.“

Hendrik Ziser will mittelfristig in die Bundesliga

Auch wenn es für die Qualifikation zur Bundesliga nicht reicht, Holzpfosten-Teamchef Hendrik Ziser will das Ziel nicht aus den Augen verlieren. „Unser mittelfristiges Ziel ist natürlich der Aufstieg in die Bundesliga. Dass es jetzt noch nicht klappt, haut uns nicht um“, so Ziser.

Auf jeden Fall laufen bereits die Planungen für die neue Saison in der Regionalliga. „Wir sind dabei, ein neues Team zusammenzustellen. Außerdem haben wir immer noch dreimal die Woche Taktik trainiert.“ Neue Spieler zu rekrutieren, sei nicht ganz so einfach wie beim Fußball, so Ziser: „Auf lokaler Ebene neue Akteure zu finden, ist kaum möglich. Deshalb konzentrieren wir uns jetzt darauf, junge Nachwuchs-Spieler für Futsal zu begeistern. Wir setzen auf Nachhaltigkeit. Eine Umschulung vom Fußball auf Futsal mit Mitte 20 gestaltet sich in der Regel sehr schwierig.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
Zur Autorenseite
Peter Kehl

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.