Für die Fußballer (hier der VfL Schwerte) ist zurzeit nur kontaktloses Training möglich - eine Regelung des Kreises Unna, die auf Unverständnis stößt. © Bernd Paulitschke
Fußball

„Ich kann doch den Jungs nicht zumuten, nur für Passübungen zum Training zu kommen“

Die Fußballtrainer der Schwerter Vereine haben das Training wieder aufgenommen - zum Teil. Denn während die einen kontaktfrei trainieren, gehen zwei Vereine andere Wege.

Wie gestalten die Coaches den Trainingsbetrieb in ihren Fußballvereinen? Nachdem der Kreis Unna zumindest kontaktfreien Sport wieder genehmigt hat, stehen den Schwerter Fußballern Pass- und Torschusstraining frei. Die Situation erinnert an den Sommer, als die Vereine langsam wieder mit dem Training beginnen durften – zunächst aber kontaktlos. Zweikämpfe bleiben verboten. Wie die Trainer zum Training bitten, wollten wir von den ihnen wissen.

Dominik Buchwald (Trainer des Bezirksligisten VfL Schwerte): „Wir machen im Training Passübungen, Torschusstraining und taktische Inhalte. Aber wenn man Fußball spielen will, ist es schon hart, nicht alles im Training machen zu können. Ohne, dass ich mich beklagen will: Durch mehrere Spielabsagen und den permanenten Trainingsausfall sind wir in unserer Liga am meisten gebeutelt. Eigentlich hat die Saison sportlich schon jetzt keinen richtigen Wert mehr.“

André Haberschuss (Trainer des Bezirksligisten ETuS/DJK Schwerte): Wir sind im läuferischen Bereich, in der Passübung und im Torschuss tätig, darüber hinaus können wir nichts machen. Aber natürlich halten wir uns daran.“

André Haberschuss, Trainer des ETuS/DJK Schwerte. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Dirk Goldschmidt (Co-Trainer des Bezirksligisten Geisecker SV): „Wir trainieren zurzeit zweimal wöchentlich kontaktlos, machen Pass-, Lauf- und Torschussübungen. Aber der Fußball lebt nun mal von Zweikämpfen. Deshalb hoffe ich, dass wir ab nächste Woche wieder voll trainieren können – wobei ich davon ausgehe, dass wir das noch nicht dürfen. Ich sehe uns auch demnächst noch nicht wieder spielen.“

Lothar Huber (Trainer des A-Ligisten VfB Westhofen): „Training ohne Kontakt macht keinen Sinn – das wäre eine Alibi-Veranstaltung. Ich kann doch den Jungs nicht zumuten, nur für Passübungen zum Training zu kommen – wer das nicht drauf hat, der braucht kein Fußball zu spielen.

Lothar Huber, Trainer des VfB Wesrthofen. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Welf-Alexander Wemmer (Trainer des A-Ligisten SG Eintracht Ergste): „Trainiert wird bei uns zurzeit noch nicht, weil auch wir ein Stück weit dazu beitragen wollen, dass die Zahlen wieder runtergehen. Die Jungs haben Hausaufgaben bekommen, damit sie sich fit halten – nicht, dass wir das, was wir uns in den letzten Wochen erarbeitet haben, wieder flöten geht. Wir wollen erstmal bis Sonntag abwarten und werden dann einen Plan aufstellen, um zu gucken, was danach machbar ist.“

Benjamin Gottstein (Holzpfosten Schwerte 05): „Wir haben Trainingsgruppen gebildet, die mit maximal fünf Personen zweimal die Woche laufen gehen. Zudem trainieren am Donnerstag auf dem Platz – viel Technik und Bewegung mit dem Ball, Passspiel und Torschuss. Es geht im Endeffekt darum, sprichwörtlich am Ball und in Bewegung zu bleiben.

Benjamin Gottstein, Trainer von Holzpfosten Schwerte 05. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke
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Michael Doetsch

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