Der SC Hennen hat einen neuen Trainer. © Manuela Schwerte
Fußball-Bezirksliga

Jede Menge Erfahrung an der Seitenlinie: Der SC Hennen hat einen neuen Trainer

Fußball-Bezirksligist SC Hennen hat einen Trainer-Nachfolger für Sascha Engelberg gefunden, von dem man sich nach nur drei Spieltagen getrennt hatte. Der Neue ist beileibe kein Unbekannter.

Marvin Horn, Sportlicher Leiter des SC Hennen, ist froh, dass er die Trainerfrage gelöst hat – und zwar mit sofortiger Wirkung. Denn die Konstellation, dass Horn selbst an der Seitenlinie steht, nachdem sich die Wege der „Zebras“ und Sascha Engelberg getrennt hatte, war von Beginn an nur als Interimslösung gedacht.

Am Mittwochnachmittag präsentierte Horn den Namen des neuen Trainers – ein Mann, der sich in Hennen bestens auskennt: Peter Habermann (72) übernimmt das Hennener Bezirksliga-Team und wird schon am Donnerstagabend sein erstes Training leiten.

Beim SC Hennen, mit dem er 2011 in die Landesliga aufstieg, arbeitete Peter Habermann als Trainer sehr erfolgreich. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Mit seinen 30 Jahren ist Marvin Horn mehr als 40 Jahre jünger als Habermann – und kennt dessen Vergangenheit bei den „Zebras“ nur vom Hörensagen. „Aber wenn man sich mit unseren älteren Spielern oder Zuschauern über Fußball unterhält, dauert es meistens keine fünf Minuten, bis der Name Peter Habermann fällt“, hat Horn festgestellt – der Mann hat ohne Zweifel Spuren hinterlassen im Naturstadion, wo er bis 2015 als Trainer der ersten Mannschaft tätig war.

Eng mit Habermanns Namen verbunden ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte des SC Hennen. Unter seiner Regie stiegen die „Zebras“ im Mai 2011 in die Landesliga auf. Bereits zehn Jahre vorher hatte Habermann im Naturstadion das Zepter in der Hand beim SC Hennen, der damals noch in der Kreisliga A spielte – der Verein ist also ein wesentlicher Teil im Trainerleben des 72-Jährigen.

Auch ein bisschen Zufall war im Spiel

Und trotzdem war auch ein bisschen Zufall im Spiel, dass es mit der Rückkehr des Trainer-Routiniers an seine alte Wirkungsstätte geklappt hat – zumindest, was die sofortige Verfügbarkeit angeht. Er habe Habermann eigentlich kontaktiert, um ihm ein Engagement für die nächste Saison schmackhaft zu machen, so Horn – schließlich war Habermann noch Trainer der zweiten Mannschaft des FC Iserlohn (Kreisliga B).

Dass Habermann am Tag vor der Kontaktaufnahme den Iserlohnern den Rücken gekehrt hatte, wusste Horn gar nicht. Aber plötzlich war Habermann sofort zu haben. Und dann ging es auch schnell. Nach einem intensiven Gespräch mit Horn am Dienstagabend erbat sich Habermann noch einen Tag Bedenkzeit – und sagte dann am Mittwochnachmittag zu. „Ich hätte selbst nicht gedacht, dass es nochmal so kommt. Aber der Kontakt nach Hennen ist nie ganz abgerissen. Und als dann Marvins Anfrage kam, hab ich mich gefragt: Warum eigentlich nicht?“ so Peter Habermann.

Junger Co-Trainer soll verpflichtet werden

Geplant sei zudem, so Marvin Horn, dass dem routinierten Coach ein zweiter Mann zur Seite gestellt wird. „Wir sind kurz davor, einen jungen Co-Trainer zu verpflichten“, so der Sportliche Leiter, ohne Namen verraten zu wollen.

In dieser Konstellation soll es dann ab kommendem Sonntag auch sportlich weiter aufwärtsgehen mit den „Zebras“. Nach dem ersten Saisonpunkt gegen Hüingsen am vergangenen Wochenende mit dem ärgerlichen 2:2 wegen eines Gegentores in der Nachspielzeit steht nun ein echtes Nachbarschafts- und Kellerduell auf dem Spielplan. Denn auch Gastgeber SSV Kalthof hat nach sieben Spielen erst ein Pünktchen auf dem Konto – pikanter könnte der Wiedereinstieg von Peter Habermann als Trainer des SC Hennen kaum sein.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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