Ob Marc Nebgen und die Holzpfosten-Futsaler in der Saison 2021/22 um Bundesliga-Punkte spielen? © Bernd Paulitschke
Futsal

Kommt 2021/22 die Bundesliga oder fällt sie Corona zum Opfer? Der DFB hat einen Plan

Im Futsal soll zur nächsten Saison eine eingleisige Bundesliga eingeführt werden. Ob diese Pläne in Pandemie-Zeiten aber aufrecht zu erhalten sind, wird sich zeigen.

Eine Video-Konferenz des Deutschen Fußballbundes (DFB) mit den beteiligten Vereinen sollte kurz vor Weihnachten mehr Klarheit in Sachen Bundesliga bringen. Auf der Tagesordnung stand, die Kriterien für die Bundesliga-Qualifikation zu besprechen.

Heraus kam dabei, dass der DFB ungeachtet des aktuellen Lockdowns an seinen Plänen zur Futsal-Bundesliga festhält. Dies hatte Friedhelm Spey, Staffelleiter der Regionalliga West, in der auch die Holzpfosten Schwerte spielen, bereits bestätigt.

Angst vor einer möglichen Klagewelle

Einer möglichen erneuten Verschiebung der neuen Bundesliga erteilt der DFB eine Absage. Denn einige Vereine drängen darauf, da sie bereits ihr Budget für diese Spielklasse aufgestellt haben. Eine erneute Verzögerung könnte eine Klagewelle nach sich ziehen.

Spey hatte auf Drängen des DFB-Spielausschusses die Regionalliga-Saison neu durchgeplant. Die kompletten 20 von 26 noch ausstehenden Spieltage plus zahlreicher Nachholspiele wurden somit neu terminiert und die Saison bis Ende Juni verlängert.

Friedhelm Spey: Eine Halbserie ist das Ziel

Dass aber die komplette Saison überhaupt gespielt werden kann, daran glaubt kaum noch jemand. Auch Spey zweifelt daran. Ziel sei es, zumindest eine Halbserie zu spielen, um die Saison dann mit der 50-Prozent-Regel werten zu können. Mit dem Szenario, dass auch dies nicht gelingen könnte und damit eine Bundesliga-Qualifikation ad absurdum geführt würde, beschäftigt sich der DFB vorerst offenbar nicht.

In der Videokonferenz mit den Vereinen wurden die Richtlinien verdeutlicht. Holzpfosten-Teammanager Hendrik Ziser durfte Details nicht verraten, denn der DFB hat um Verschwiegenheit gebeten. Klar ist aber, dass die Lizenzierungsunterlagen fristgerecht bis zum 1. April eingereicht werden müssen.

Es gibt keine Mindestanforderungen

Mit Beginn des neuen Jahres wollen die Schwerter daran arbeiten. Aber sind die Holzpfosten denn überhaupt in der Lage, ein Bundesliga-Budget zu stemmen? „Es gibt keine Mindestanforderungen. Es muss nur ein schlüssiger und sinnvoller Finanzplan vorgelegt werden“, berichtet Ziser.

Natürlich müsse man gucken, ob eine seriöse Finanzierung bewerkstelligt werden kann. „Das wird unsere Arbeit in den nächsten Monaten sein“ sagt er. Aber erstmal müssen ja auch die sportlichen Leistungen stimmen. Und hier waren die Schwerter zuletzt ins Hintertreffen geraten.

Einen Re-Start in der Liga sieht Ziser realistisch erst für März. „Je länger die Pause ist, umso länger brauchen wir auch, um wieder in Tritt zu kommen. Wir haben ja keine Profispieler. Die Verletzungsgefahr sollte man nicht unterschätzen“, meint Ziser.

Und die Schwerter haben erst drei Partien absolvieren können. Da der Kreis Unna im Oktober wegen Corona bereits eine Spielsperre ausgesprochen hatte, haben die Holzpfosten noch zwei zusätzliche Nachholspiele.

Nachholspiele unter der Woche? „Eher schwierig“

Diese sollen laut Spey möglichst unter der Woche gespielt werden. Ziser hält diese Variante aber für eher schwierig – vor allem in Schwerte. „Wir haben die Alfred-Berg-Sporthalle ja nur mittwochs ab 21 Uhr. Wir müssten mit anderen Vereinen sprechen“, sagt er.

Vorerst sei aber ja sowieso erst einmal Geduld gefragt. Denn ob und wann die laufende Saison überhaupt fortgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Jörg Krause (Jahrgang 1967) ist seit Mitte der 1990er-Jahre als freier Mitarbeiter in der Schwerter Lokalsportredaktion unterwegs. Vor allem in Sachen Fußball ein wandelndes Lexikon.
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