Wir öffnen das 19. Adventstürchen. © Martin Klose
Rückennummern-Adventskalender

Musikalischer Abwehrhüne mit der Nummer 19 braucht die Spielführerbinde nicht

Ein sportlicher Advent: Bis zum 24. Dezember öffnen wir jeden Tag ein Türchen, hinter dem sich ein Schwerter Sportler (oder eine Sportlerin) mit der passenden Rückennummer präsentiert.

Eigentlich dürfte der Spieler mit der Nummer 19 enttäuscht sein. Im Sommer bestimmte das neue Trainerduo des VfB Westhofen, Lothar Huber und Christoph Pajdzik, Lukas Winczura zum Kapitän des A-Liga-Teams. Und „entmachtete“ damit den alten Spielführer, der noch von der Mannschaft gewählt wurde.

Doch Pascal Monczka wiegelt ab. „Das ist nicht weiter schlimm. Ich gebe immer Vollgas. Da macht es keinen Unterschied, ob ich eine Binde um den Arm trage oder nicht“, sagt der 25-Jährige.

Torjubel einer Westhofener „Institution“: Pascal Monczka, hier bei einem Stadtmeisterschaftsspiel 2019. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Monczka ist trotz seines jungen Alters schon eine Institution beim VfB Westhofen. Angefangen hatte er mit dem Fußball zwar noch in Wandhofen, doch seit 2006 spielt er ununterbrochen für den VfB: in der Jugend und bei den Senioren. Und hier nimmt der hochgewachsene, 1,95 Meter große Innenverteidiger seit jeher eine zentrale Rolle ein. Monczka vereint die Talente des zweikampfstarken Abwehrhünen mit einer filigranen Technik.

Pascal Monczka: „Nicht ewig in der Kreisliga rumgurken“

Er trägt die Rückennummer 19, seitdem er im Seniorenbereich spielt. „Im ersten Jahr hatte ich noch die 20, aber im zweiten habe ich dann die 19 bekommen“, erklärt Monczka. „Das hat dann auch ganz gut gepasst, weil ich zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre alt war.“ Sechs Jahre lang begleitet ihn die Nummer nun – und nimmt für ihn Saison für Saison an symbolischer Bedeutung zu.

Mit dem VfB hat er übrigens noch einiges vor. „Mittelfristig ist der Aufstieg in die Bezirksliga schon das Ziel. Von der der Organisation und Struktur gehören wir auch dahin. Unser Aufwand ist viel zu hoch, um ewig in der Kreisliga rumzugurken“, sagt Monczka klipp und klar.

Seit Oktober arbeitet er als „Laboratory Technican“ in einem Bio-Medizin-Zentrum. Seinen Bachelor hat er gerade abgeschlossen. Jetzt legt er den Master noch berufsbegleitend nach. Momentan ist er aber noch in der Quarantäne isoliert, da ein Freund positiv auf das Corona-Virus getestet wurde.

Für ein paar Lieder auf der Gitarre reicht es

Da bleibt zumindest mehr Zeit für seine Hobbys. Im ersten Lockdown hat sich Pascal Monczka, der seit Jahren Klavier spielt, das Gitarrespielen selbst beigebracht. „Das geht mit Videos sogar ganz gut. Ich bin noch lange nicht gut, aber für ein paar Lieder reicht es bereits“, sagt Monczka – der 100-Prozent-Mann des VfB Westhofen.

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