© Nils Foltynowicz
Fußball

Nach Doppelpack im ersten Spiel: Hat der SC Hennen ein neues Kopfball-Ungeheuer?

Zwei Trainingseinheiten reichten und ein Neuzugang des SC Hennen schlug direkt voll ein. In seinem ersten Testspiel mit seinem neuen Verein erzielte er gleich einen Doppelpack.

Beim SC Hennen tat sich in der Sommerpause mal so richtig etwas. 16 Neuzugänge verpflichtete der Fußball-Bezirksligist. Der neueste Fang: Siyar Alpdag, der vom SV Hohenlimburg nach Hennen kam. Wie er einschlägt, wird man in den kommenden Wochen sehen. Einem anderen Neuen reichten nur zwei Trainingseinheiten und er zeigte gleich mal seine ganze Qualität.

Im Test gegen den A-Ligisten SF Sümmern verlor der Bezirksligist zwar mit 2:3, Ahmet Yasar traf aber direkt doppelt per Kopf. Hat der SCH da etwa ein neues Kopfball-Ungeheuer?

Glück sei es zumindest nicht gewesen, wie er beide Treffer gemacht habe, erklärt Yasar. Früher habe er Kopfbälle oft trainiert, sie sind eine seiner Stärken. „Doch in den vergangenen zwei Jahren habe ich das ein bisschen schleifen lassen – wegen Corona, Arbeit und dies und das.“

Zuletzt spielte Yasar für 57 Sinopspor Iserlohn. Den Verein habe er mit aufgebaut. Seit der Gründung 2013/14 stiegt der Klub rasch von der C-Liga in die Bezirksliga auf. 2019 war das. Nach nur zwei Saisons in der Bezirksliga 6 als Konkurrent des SC Hennen, die jeweils auf dem vorletzten Platz endeten, ist aber Schluss. Für Verein und Spieler.

„Irgendwann hat es nicht mehr so gut geklappt und die Mannschaft ist auseinandergebrochen“, erklärt der Spieler. Es könnte sein, dass „sie sich vielleicht auflösen lassen“, sagt Yasar.

Deshalb suchte er einen neuen Verein – den er beim SC Hennen fand. „So kam ich auf die Idee, nach Hennen zu wechseln. An erster Stelle war aber das Interesse von Hennen, sonst hätte das nicht geklappt.“ Seit einer Woche ist Yasar nun dabei. Zwei Trainingseinheiten haben gereicht, damit er sich prima in die Mannschaft einlebt – der Doppelpack im ersten Spiel dient als Beweis.

„Das sind alles sehr nette Jungs hier, die Qualität ist da.“ Vor allem habe Hennen eine sehr junge Mannschaft. „Ich möchte als erfahrener Mitspieler helfen, die zu führen“, sagt der 30-jährige Angreifer. Als Ziel setzt er sich den Klassenerhalt – auch wenn er mit einem Auge in die obere Tabellenhälfte schielt. „Von meiner Seite aus wäre ein Platz unter den Top fünf nicht schlecht. Ich wäre gerne oben dabei.“

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Niklas Berkel

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