Die Holzpfosten-Futsaler verlieren zur neuen Saison einen langjährigen Leistungsträger. © Manuela Schwerte
Futsal

Nach verpasster „Quali“ wechselt ein Holzpfosten-Leistungsträger in die Bundesliga

Sechs Jahre war er ein Leistungsträger der Holzpfosten-Futsaler. Und wenn mal eine interne Lösung gefragt war, sprang er auch als Trainer ein. Nun aber wechselt der 32-Jährige den Verein.

Den größten Triumph in der Geschichte der Futsalabteilung von Holzpfosten Schwerte 05 hat er von der Tribüne verfolgt. Als einer von rund 2000 Zuschauern war er in Hagen ein Augenzeuge der 4:7-Endspielniederlage um die Deutsche Futsalmeisterschaft gegen die Hamburg Panthers.

In den sechs Jahren danach war Dennis Pahl ein Leistungsträger der „Pfosten“. Über den Kontakt zu Nils Klems, Schwertes „Mister Futsal“, kam Pahls Wechsel aus Krefeld nach Schwerte zustande – ein Schritt, den der Wuppertaler trotz des nicht unerheblichen Fahraufwandes kein bisschen bereut hat.

Zu Fortuna Düsseldorf in die Bundesliga

Doch zur neuen Saison wechselt Pahl den Verein und geht zu Fortuna Düsseldorf. „Eine Jetzt-oder-Nie-Entscheidung“ sei der Vereinswechsel, sei Pahl. Der Hintergrund: Die Fortunen haben sich für die Futsal-Bundesliga qualifiziert, die der DFB zur kommenden Saison installiert.

Dennis Pahl (re.) wechselt von Holzpfosten Schwerte 05 zu Fortuna Düsseldorf. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Die Chance, Bundesliga zu spielen, könne er sich nicht entgehen lassen, sagt der 32-Jährige und fügt lachend hinzu: „Ich bin ja nun schon ein bisschen älter.“

So wie man es von den Holzpfosten kennt, wurde Pahl in der vergangenen Wochenende in emotionaler Art und Weise verabschiedet – wenn es auch coronabedingt nicht der ganz große Bahnhof war, wie es für jemanden angemessen gewesen wäre, der in seinen sechs Holzpfosten-Jahren mehr war als nur ein gewöhnlicher Regionalliga-Spieler.

Trainerjob war keine One-Man-Show

„Ich war dreimal Trainer in den sechs Jahren – auch wenn ich eigentlich nie Trainer sein wollte“, erzählt Pahl launig. Aber wenn mal Not am Mann war und eine interne Trainerlösung gefragt war, stand Pahl bereit. „Wobei das ja nie eine One-Man-Show war“, sagt Pahl und lobt in diesem Zusammenhang auch seine Gespannpartner Nils Klems, Stephan Kleine und Marc Nebgen, mit denen er sich den Trainerjob im Laufe der Jahre geteilt hat.

„Heute wäre so etwas allerdings nicht mehr möglich – ohne Trainerschein und richtiges Knowhow“, meint Pahl. Der Futsal als Sportart sei in den vergangenen Jahren eben immer professioneller geworden. Und in dieser Hinsicht sieht er Holzpfosten Schwerte richtig gut aufgestellt, sagt Pahl und singt ein Loblied auf den aktuellen Trainer Ronaldo Milani.

„Ein solide und langfristig angelegtes Projekt“

Überhaupt sieht er die „Pfosten“ auf einem guten Weg, auch wenn es zur Qualifikation für die eingleisige Bundesliga nicht gereicht hat. „Aber Futsal bei den Holzpfosten – das ist ein solide und langfristig angelegtes Projekt“, meint Pahl und nennt die Kooperation mit der Gesamtschule als Beispiel für eine gewisse Nachhaltigkeit. Andere Vereine, wie zum Beispiel sein neuer Klub Fortuna Düsseldorf, hätten zwar größere finanzielle Möglichkeiten, aber auf Dauer würde sich das Konzept der Schwerter sicherlich durchsetzen, meint Pahl.

Lebenslang freier Eintritt

Und wenn es seine Zeit erlaubt, werde er auch ganz sicher mal in der Alfred-Berg-Sporthalle zu einem Heimspiel der „Pfosten“ auftauchen, sagt Dennis Pahl. „Allein schon, weil mich die weitere Entwicklung der vielen jungen Spieler interessiert“, sagt Pahl. Zudem hat Holzpfosten-Vereinsvorsitzender Jonas Becker ihm bei der Verabschiedung lebenslang freien Eintritt versprochen.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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