Nach welchem Modus die SG Eintracht Ergste und ihre Konkurrenten der Iserlohner Kreisliga A die Saison austragen, steht noch nicht fest. © Nils Foltynowicz
Fußball

Nach welchem Modus wird gespielt? Der Kreisvorsitzende und sein Plan B wegen Corona

Den Starttermin für die neue Saison hat der Fußballkreis Iserlohn festgelegt. Doch in welchem Modus die Spielzeit ausgetragen werden soll, darüber wird noch debattiert werden.

Die neue Saison startet auch im Fußballkreis Iserlohn am 29. August. Dies hat der Kreisfußball-Ausschuss (KFA) bereits in seiner Sitzung vom 6. Juli festgelegt. Damit wird der Kreis zeitgleich mit dem überkreislichen Spielbetrieb beginnen – in allen Spielklassen bis runter zur C-Liga. „Wir wollen bis Oktober, bis zu einem möglichen Lockdown, auf eine ansehnliche Anzahl von Spielen kommen“, sagt der Kreisvorsitzende Horst Reimann. Möglichst soll bis Anfang Dezember die erste Serie absolviert werden.

Oberste Prämisse ist für Reimann, dass überhaupt eine halbwegs vernünftige Saison gespielt werden kann. Und da macht er sich Gedanken – über eine vierte Corona-Welle, aber auch über einen möglicherweise harten Winter.

Planung ist ins Hintertreffen geraten

Die Natur lasse sich schließlich nicht so leicht in die Karten schauen. Die Flutkatastrophe sei das jüngste Beispiel. Auch Horst Reimann ist von dieser betroffen. Er arbeitet für die Stadt Hagen – auch das Rathaus stand unter Wasser. Da ist auch Reimanns Saisonplanung in den letzten Tagen etwas ins Hintertreffen geraten.

Horst Reimann, Vorsitzender des Fußballkreises Iserlohn

Sorgen bereitet dem Kreisvorsitzenden vor allem die Kreisliga A. Diese umfasst derzeit 17 Mannschaften. Dies bedeutet nach normalen Modus 34 Spieltage. „Das ist schon unter normalen Bedingungen herausfordernd“, so Reimann. Aber bei einer kaum vorhersehbarer Corona-Lage würde er die Anzahl der Spiele gerne verringern, um nach zwei coronabedingt abgebrochenen Spielzeiten möglichst eine reguläre Saison zu gewährleisten.

Reimann schlägt eine Austragung in zwei Gruppen vor, eine mit neun und eine mit acht Teams. Anschließend könnten die jeweils ersten drei Teams den Aufsteiger in die Bezirksliga ausspielen. „Man muss in Corona-Zeiten einen Plan B haben“, sagt Reimann. Plan A sei eine komplette Saison, aber man müsse auch einen erneuten Lockdown einplanen.

Ein Modell analog zur Oberliga?

Eine weitere Möglichkeit wäre auch das Modell, das in der Oberliga 2021/22 gespielt wird. Nach einer kompletten Hinrunde wird die Liga in Auf- und Abstiegsrunde geteilt. Hier gehen sogar 21 Teams an den Start.

Doch wie wird nun entschieden? Bei den Vereinen ist Reimann mit seinen Plänen bisher auf wenig Gegenliebe gestoßen, doch diese will er auf jeden Fall mit einbinden. So will er zunächst ein Papier vorbereiten. Münden soll dann alles in eine Arbeitssitzung des KFA mit den Vereinen, die am 11. August stattfindet. Ob diese in Form einer Präsenzveranstaltung oder per Videokonferenz über die Bühne geht, ist noch nicht klar. Hier soll für ein Modell dann möglichst eine Dreiviertelmehrheit erreicht werden.

Weniger Sorgen um die B- und C-Ligen

Für die B- und C-Ligen macht sich Reimann dagegen weniger Sorgen. Hier bestehen die Staffeln nur aus zwölf bis 14 Teams. Froh ist er, dass es bei den Mannschaftsmeldungen trotz der verlorenen letzten Saison bisher keine Verluste gab. Bleibt zu hoffen, dass sich dies während der Saison nicht noch ändert.

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Freier Mitarbeiter
Jörg Krause (Jahrgang 1967) ist seit Mitte der 1990er-Jahre als freier Mitarbeiter in der Schwerter Lokalsportredaktion unterwegs. Vor allem in Sachen Fußball ein wandelndes Lexikon.
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