Niklas Heidemann (li.), hier im Duell mit Bochums Kapitän Anthony Losilla, musste sich mit dem Wuppertaler SV erst in der Verlängerung geschlagen geben. © picture alliance/dpa/
Fußball-DFB-Pokal

Niklas Heidemann und sein „geiles Erlebnis“ des ersten DFB-Pokalspiels der Karriere

Sie standen kurz vor dem Elfmeterschießen. Doch dann kam doch noch das DFB-Pokal-Aus für den Wuppertaler SV. Sehr schade - fand auch Niklas Heidemann, Schwerter im Wuppertaler Dress.

Auch wer das DFB-Pokalspiel zwischen dem Wuppertaler SV und dem VfL Bochum nicht durch die Schwerter Brille geschaut hat, müsste zu der Erkenntnis gelangt sein: Ein Aktivposten aufseiten des Außenseiters aus der Regionalliga, der sich erst in der Verlängerung dem Bundesligisten mit 1:2 geschlagen geben musste, war Niklas Heidemann.

„Ich glaube, das war ganz okay. Vor allem in der ersten Halbzeit lief es sehr gut“, war der 26-jährige Schwerter Linksverteidiger auch selbst mit seiner Leistung zufrieden. Erst recht in der 23. Minute, als es Heidemann war, der die Vorlage zum Wuppertaler Führungstor gab. „Ein DFB-Pokalspiel, ein Assist – das kann man erstmal so stehen lassen“, sagt Heidemann schmunzelnd.

Wuppertaler haben an ihre Chance geglaubt

Dass er nur allzu gerne mit einem Weiterkommen den Weg für seinen zweiten DFB-Pokal-Einsatz geebnet hätte, versteht sich fast von selbst. Aber auch so wird Heidemann die Partie gegen den Bundesligisten als „ein geiles Erlebnis“ in Erinnerung behalten. Nach besagtem Tor und der 1:0-Halbzeitführung hätten die Wuppertaler zur Pause mehr denn je an ihre Chance geglaubt, dem drei Klassen höher spielenden Gegner ein Bein zu stellen. „Das 1:1 ist dann leider zu früh gefallen“, analysierte Heidemann. Doch die Wuppertaler verteidigten leidenschaftlich und schafften es in die Verlängerung.

Bis zur 111. Minute war das Elfmeterschießen eine realistische Option, ehe Bochums Robert Tesche den Pokaltraum des Underdogs zerstörte. „Wir waren kurz davor, uns ins Elfmeterschießen zu retten – und dann wäre alles möglich gewesen“, sagt Niklas Heidemann und gesteht, während des Spiels schon dieses spannende Szenario vor Augen gehabt zu haben.

„Ich wäre wohl angetreten – warum nicht?“

Wenn es so weit gekommen wäre – hätte Heidemann denn dann einen Elfmeter geschossen? „Gute Frage – vorher festgelegt waren die Schützen jedenfalls nicht. Ich denke, ich hätte nochmal in meinen Körper reingehört und wäre dann aber wohl auch angetreten – warum nicht?“ sagt Heidemann selbstbewusst.

Aber so weit kam es dann doch nicht – schade aus Sicht von Niklas Heidemann. Trotzdem: Das Erlebnis des ersten DFB-Pokalspiels seiner Karriere nimmt dem Schwerter keiner mehr.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
Zur Autorenseite
Michael Doetsch

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.