Nachdenklich nach der 0:8-Pleite: ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss. © Bernd Paulitschke
Fußball-Bezirksliga

Noch immer außen vor – dabei könnte ETuS/DJK Schwerte Ex-Türkspor-Spieler gut gebrauchen

Er war als Top-Neuzugang vorgestellt worden. Doch gespielt hat der oberliga-erfahrene Stürmer für den ETuS/DJK Schwerte noch nicht. Dabei bräuchten ihn die „Östlichen“ dringender denn je.

Mehr Pech geht kaum. Der ETuS/DJK Schwerte hatte im Sommer einen Neuzugang vorgestellt, der den Fußball-Bezirksligisten entscheidend nach vorne bringen könnte. Der 33 Jahre alte Semih Aktas hat in seiner Karriere ausschließlich in der Ober- oder Westfalenliga gespielt. Auf seinen ersten Einsatz für die Schwerter wird er aber noch einige Zeit warten müssen. Nach einer Zeh-Operation ist Semih Aktas mindestens noch für drei Wochen außer Gefecht – sehr zum Bedauern von Trainer André Haberschuss.

Dieser war nach der 0:8-Pleite am vergangenen Sonntag im Dortmunder Hoeschpark beim TuS Hannibal mächtig angefressen. „Wenn man nach einer halben Stunde 0:3 hinten liegt, ist so ein Thema durch. Beim Gegner klappt dann alles, bei uns dagegen so gut wie nichts“, musste Haberschuss feststellen, der namentlich seine drei Offensivkräfte Ayar, Smajlovic und Yilmaz kritisierte: „Ihre Rückwärtsbewegung war katastrophal“, monierte der Trainer. Zudem konnte der ehemalige Torwart auch seinen Keeper Lukas Hedtheyer nicht von Fehlern freisprechen, die die Schwerter auf die Verliererstraße gebracht hätten.

Semih Aktas: „Das Zuschauen macht keinen Spaß“

Erschwerend hinzugekommen sei die angespannte Personalsituation. „Ich bin eigentlich kein Trainer, der jammert. Aber mir haben am Sonntag zehn Spieler gefehlt – das konnten wir gegen einen starken Gegner einfach nicht kompensieren.“

Semih Aktas bringt höherklassige Erfahrung mit nach Schwerte-Ost. © Oliver Schaper © Oliver Schaper

Einer dieser fehlenden Akteure ist Semih Aktas, der nur allzu gerne ins Geschehen eingreifen würde. „Das Zuschauen macht keinen Spaß, zumal es ja bisher noch nicht rund lief“, kommentiert der Neuzugang die Situation des noch punktlosen ETuS/DJK.

Doch an einen Einsatz ist noch lange nicht zu denken. Vor rund fünf Wochen brach sich Semih Aktas einen Zeh, musste daraufhin operiert werden und trägt seitdem einen Spezialschuh. „Vier Wochen kann es noch dauern, bis ich wieder mehr machen kann“, so der Schwerter, der eine lange und erfolgreiche Karriere hinter sich hat. In der Jugend spielte er für den VfL Bochum, dann folgten bei den Senioren die Stationen Preußen Münster, Hammer Spvg., FC Gütersloh, TuS Heven, Westfalia Herne und SSV Mühlhausen. Dort riss er sich das Kreuzband, musste lange pausieren, bestritt aber mit Türkspor Dortmund die Aufstiegsspiele in die Landesliga.

Danach war es ruhig um Semih Aktas. „Ich hatte eigentlich schon aufgehört Fußball zu spielen, wegen des Berufs und der Familie. Aber dann hatte ich eher zufällig ein wirklich gutes Gespräch mit André Haberschuss. Das war absolut okay, der Coach ist wirklich vertrauenswürdig“, blickt Aktas auf den ersten Kontakt zu den Schwertern zurück.

Im Herbst will der 33-Jährige, der auch in Schwerte wohnt, wieder fit sein. Und dem ETuS/DJK helfen. „Augenblicklich gibt es ja noch zahlreiche Verletzte. Ich denke, die Mannschaft hat Potenzial, wenn wieder alle dabei sind“, so Aktas, der die Saison am liebsten auf Rang sechs oder sieben beenden würde. Doch zunächst muss er erstmals wieder gesund werden.

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