Das Westhofener Trainergespann mit dem erfahrenen Lothar Huber (re.) und Christoph Pajdzik sieht sich mit dem VfB Westhofen trotz bescheidener Testspielbilanz im Soll. © Nils Foltynowicz
Fußball

Noch kein Testspielsieg – muss man sich Sorgen machen um den VfB Westhofen, Lothar Huber?

Das 1:2 am Sonntag gegen Polonia Hagen war das dritte Testspiel des VfB Westhofen vor der neuen Saison. Gewonnen haben die Westhofener noch keines - ist das bedenklich aus Sicht des VfB?

Vor gut drei Wochen, Anfang Juli, sind die Westhofener in ihren Reigen der Testspiele gestartet. Damals trennte sich der ambitionierte Kreisligist von Rot-Weiß Unna (ebenfalls Kreisliga A) mit einem 1:1-Unentschieden. Eine Woche später folgte ein weiteres Remis (2:2) – allerdings gegen Hellas/Makedonikos Hagen, eine klassenhöhere Mannschaft.

Die dritte Partie, gegen Polonia Hagen, ging am Sonntag mit 1:2 verloren. Auch die Hagener spielen um Kreisliga-A-Punkte – muss man da von den Westhofenern, die sich den Aufstieg in die Bezirksliga als Ziel auf die Fahnen geschrieben haben, nicht etwas mehr erwarten?

Testspielergebnisse beunruhigen Lothar Huber nicht

Trainer-Routinier Lothar Huber (69) hat in seiner langen Karriere schon viel zu viel erlebt, als dass ihn ein negatives Testspielergebnis nachhaltig beunruhigen könnte. „Absolut nicht“, lautet Hubers Antwort auf die Frage, ob da etwas schiefläuft in der Westhofener Saisonvorbereitung.

Aber Fakt ist, dass der VfB in diesem Sommer noch kein einziges Mal als Sieger vom Platz gegangen ist. „In den ersten drei, vier Wochen interessiert mich kein Ergebnis von irgendwelchen Testspielen“, sagt Huber. Viel wichtiger sei, wie sich die Mannschaft insgesamt auf dem Weg zum Saisonstart am 29. August entwickelt. Und da kommt Huber zu der Erkenntnis: „Wir liegen voll im Plan. Alle ziehen mit, es läuft gut und macht Spaß.“

Lothar Huber: „Zweite Halbzeit war Stotterfußball“

Zudem habe sein Team gegen Polonia Hagen zumindest in der ersten Halbzeit kein schlechtes Spiel gemacht. „Wir hatten mehrere gute Chancen, haben sie aber nicht genutzt – das ist zurzeit unser Manko“, meint Huber, der dann doch noch etwas kritischer wird in seiner Beurteilung: „In der zweiten Halbzeit war es von unserer Seite nur noch Stotterfußball. Da hat mir bei den Jungs auch die richtige Einstellung gefehlt, was man an der Körpersprache gesehen hat.“

Außerdem hätten zahlreiche Spielerwechsel sich negativ auf den Spielfluss ausgewirkt. „Aber das ist normal und gehört in dieser Phase der Saisonvorbereitung dazu“, sagt Huber. Für die nächsten Testspiele seien aber weniger Wechsel geplant, damit sich nach und eine Stammformation herauskristallisieren kann.

Intensität wird gesteigert, der Umfang nicht

Bis zum Saisonstart werde man die Intensität der Trainingseinheiten kontinuierlich steigern, verrät Huber – aber nicht den Umfang. Es bleibe bei zwei wöchentlichen Einheiten plus einem Testspiel am Wochenende. „Wir müssen immer noch aufpassen, dass wir die Jungs nicht überfordern. Man darf nicht vergessen, dass sie acht, neun Monate kein Fußball gespielt haben. Was sie da versäumt haben, kann man nicht in ein paar Wochen wieder aufholen.“

Normalerweise sei ein Freund „einer kurzen und knackigen Vorbereitung“ verrät Huber. Aber 2021 ist die Konstellation eben anders als in den Vorjahren. „Acht Wochen, das hatte ich all den Jahren noch nie“, sagt Lothar Huber – auch mit 69 kann man als Trainer-Ikone noch neue Erfahrungen sammeln.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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