Schon nach drei Spieltagen hat sich ein heimischer Bezirksligist vom Trainer getrennt. © Jens Lukas
Fußball-Bezirksliga

Null Punkte nach drei Spielen – ein Bezirksligist zieht die Reißleine

Erst drei Spieltage der Amateurfußballsaison 2021/22 sind absolviert - und schon gibt es bei einem heimischen Bezirksligisten die erste Trainerentlassung.

Beide Seiten legen Wert auf die Feststellung, dass die Entscheidung „einvernehmlich und freundschaftlich“ gefallen sei. Fakt ist aber, dass man ab sofort getrennte Wege geht.

Die Rede ist vom Fußball-Bezirksligisten SC Hennen und Sascha Engelberg. Dieser wurde am Donnerstagabend ebenso von seinen Aufgaben als Trainer entbunden wie Co-Trainer Mike Hagenkötter.

Sascha Engelberg ist nicht mehr der Trainer des SC Hennen. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

„Die Entscheidung wurde nach gründlicher Analyse der aktuellen Situation getroffen. Ich bedauere sehr, dass wir diesen Weg wählen mussten, aber es musste gehandelt werden. Wir bedanken uns bei Sascha und Mike für ihr Engagement und ihren Einsatz“, heißt in einer von Marvin Horn, Sportlicher Leiter der „Zebras“, verfassten Vereinsmitteilung.

Horn selbst ist Teil einer Nachfolge-Interimslösung, die schon die Trainingseinheit am Donnerstag geleitet hat. Kevin Lehmann, Trainer der zweiten Mannschaft (was er auch bleiben soll), Lukas Glingener und Horn bilden ein Interims-Trio, das aber nur eine Übergangslösung sein soll.

Marvin Horn, Sportlicher Leiter und nun auch Interimstrainer des KDer Sportlicher © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

„Wir suchen mit Hochdruck nach einer neuen Lösung. Aber wir wollen dennoch mit aller Ruhe an diese Thematik rangehen. Wir haben schon Kontakte aufgenommen und schauen uns nun aktiv nach weiteren Möglichkeiten um“, erklärt Marvin Horn.

Marvin Horn: „Nichts übers Knie brechen“

Der Sportliche Leiter ist sich darüber im Klaren, dass die Suche nach einem geeigneten Nachfolger Engelbergs nicht einfach werden wird. „Wir werden nichts übers Knie brechen. Wir werden jetzt nicht irgendjemanden holen, nur damit da einer an der Seitenlinie steht“, so Marvin Horn.

Und was sagt Sascha Engelberg? Der Ex-Coach bestätigt die Einvernehmlichkeit der Trennung. „Es gibt keine Vorwürfe und keinerlei böses Blut. Wir haben die aktuelle Situation gemeinsam analysiert und haben festgestellt, dass wir nicht in allen Punkten zusammenfinden. Manchmal passt es eben nicht so, wie man sich das vorgestellt hat – und dann ist es besser, wenn man sich sofort trennt und die Entscheidung nicht auf die lange Bank schiebt“, sagt Engelberg.

Künftig nur noch interessierter Beobachter

Er werde sich auch sicherlich in Zukunft noch Spiele seiner Ex-Mannschaft ansehen, sagt Engelberg – aber nur noch als interessierter Beobachter und nicht mehr als Trainer.

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Michael Doetsch

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