Der ETuS/DJK Schwerte, hier nach dem Testspiel gegen den SC Hennen am Sonntag, muss sein Mittelfeld umbauen. © Nils Foltynowicz
Fußball-Bezirksliga

Routinier des ETuS/DJK Schwerte feiert gefühlt seinen zweiten Einstand im Klub

Bezirksligist ETuS/DJK Schwerte muss sein Mittelfeld umbauen. Trainer André Haberschuss setzt dabei auch auf einen Routinier, der nach langer Verletzungspause auf neuer Position angreift.

Eigentlich spielt er schon seit mehr als einem Jahr beim Fußball-Bezirksligisten ETuS/DJK Schwerte. Im Sommer 2020 wurde er vorgestellt, als neue Offensivkraft, der zuvor beim Bezirksligisten TSK Hohenlimburg erfolgreich unterwegs war.

Doch Zeit zum Eingewöhnen hatte Tim Mühlhof in Schwerte-Ost nicht. Erst kam Corona dazwischen, dann ein Muskelbündelriss mit langer Pause. Und Offensivspieler ist er auch nicht mehr – es hat sich vieles geändert im fußballerischen Leben von Tim Mühlhof. Ein Jahr nach seinem Einstand feiert er gefühlt seine zweite Premiere beim ETuS/DJK.

Erst Corona, dann die Zwangspause durch eine Muskelbündelriss

Die vergangene Saison hat eine Menge durcheinandergewirbelt in der Karriere von Tim Mühlhof. Erst die lange Zwangspause durch Corona. Als es dann wieder losging für ein paar Spiele, zog sich der Neuzugang aus Hohenlimburg einen Muskelbündelriss zu. Ein echter Rückschlag. „Ich hatte eine monatelange Zwangspause in der Corona-Zwangspause. Ich habe im Vorjahr nur sieben Minuten gespielt, deshalb sehe ich das jetzt als meine zweite Premiere an“, erzählt der mittlerweile 36-Jährige: „Es fühlt sich so an, als wäre es meine erste Saison.“

Der plötzlich eine ganze andere Rolle einnehmen wird in den Planungen von Trainer André Haberschuss als zunächst gedacht. Aus dem Offensivspieler Mühlhof wird der zentrale Mittelfeldspieler Mühlhof, der eine Führungsrolle im Team übernehmen soll. „Gerade nach den Abgängen von Yannik Körner und Serkan Arslan plane ich mit Tim in einer zentralen Rolle. Er ist auch einer, der den Mund aufmacht“, so der Schwerter Coach.

Er macht auch mal den Mund auf: Tim Mühlhof. © Nils Foltynowicz © Nils Foltynowicz

„Ich will dem Verein vernünftig weiterhelfen. Im Mittelfeld muss man die beiden prominenten Abgänge Körner und Arslan erstmal verkraften. Das ist ein herber Verlust“, so Mühlhof, der nach der langen Zwangs- und Verletzungspause sagt: „Im Mittelfeld als Zehner bin ich daher sicherlich besser aufgehoben als in der Offensive.“

Läuferisch muss Mühlhof noch etwas an sich arbeiten. Die lange Corona-Pause und seine schwierige Verletzung mit monatelanger Reha haben Wirkung gezeigt. Ein paar Pfund müsse er noch abnehmen. Aber bis zum Saisonstart Ende August solle das klappen, so der Kalthofer, der vor seinem Engagement beim ETuS/DJK für den Bezirksligisten TSK Hohenlimburg, für den SSV Kalthof, die SG Hemer, den VfK Iserlohn und in seinen ersten Senioren-Jahren für den VfL Schwerte in der Westfalenliga antrat.

Drei Vorbereitungsspiele hat Mühlhof bislang absolviert. Nach dem ersten Training sei er „richtig platt“ gewesen und habe sich im Spiel gegen den MSV. Iserlohn schwergetan. Nach dem 3:6 gegen Iserlohn folgte ein 3:3 gegen FC Wetter und ein 2:0 beim SC Hennen. Die Kurve zeigt nach oben – auch für Tim Mühlhof, der nicht nur seine Premiere als Zehner feiern durfte. Mühlhof trug in den Spielen die Kapitänsbinde, auch das war eine Premiere.

Und noch etwas nahm der 36-Jährige aus den Spielen gegen Wetter und Hennen mit. „Nach den Anfangsproblemen habe ich gespürt, dass ich noch Fußball spielen kann, dass man es noch kann.”

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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