Wir öffnen das sechste Adventstürchen. © Martin Klose
Rückennummern-Adventskalender

Routinierter Kapitänin mit der Nummer 6 tun die Knochen noch nicht weh

Ein sportlicher Advent: Bis zum 24. Dezember öffnen wir jeden Tag ein Türchen, hinter dem sich ein Schwerter Sportler (oder eine Sportlerin) mit der passenden Rückennummer präsentiert.

Sie ist die Kapitänin der Oberliga-Volleyballerinnen des SC Hennen und spielt seit 20 Jahren für die „Zebras“ – und das „schon eine halbe Ewigkeit“ im Trikot mit der Nummer 6.

Warum das so ist, diese Frage kann Natascha Marks gar nicht so richtig beantworten. Eine besondere Affinität zur Zahl 6 habe sie nicht. „Es hat sich irgendwann mal so ergeben – und dabei ist es dann auch geblieben“, sagt sie.

Zwangspause ist für SC Hennen ärgerlich

Für Marks und ihre Teamkolleginnen ist die Corona-bedingte Zwangspause der Oberliga-Saison noch ärgerlicher als für die meisten anderen Mannschaften. Denn nach einem geglückten Saisonstart führt Hennen die Oberligatabelle mit 16 Punkten aus sechs Spielen an.

Als Kapitänin des SC Hennen geht Natascha Marks (2.v.re.) voran. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

„Wir waren selbst überrascht, dass es so gut gelaufen ist“, blickt Marks auf die erste Phase der Oberliga-Spielzeit zurück – sieht man mal von der überraschenden Niederlage in Bottrop zum Auftakt ab.

Danach ging Hennen fünfmal in Folge als Sieger vom Parkett und hätte diese Erfolgsserie nur allzu gerne ausgebaut. Wann Marks und Co. die Gelegenheit dazu bekommen werden, steht völlig in den Sternen.

Die Kapitänin geht sogar noch einen Schritt weiter: „Die Volleyballsaison endet eigentlich Ende März, Anfang April. Ich glaube nicht, dass wir sie bis dahin zu Ende gespielt haben“, meint Marks. Sie gehe davon aus, dass die aktuelle Spielzeit annulliert wird und es mit der Spielzeit 2021/22 einen Neustart gibt.

Dass die Spielerin mit der Nummer 6 dann weiterhin am Ball sein wird, dürfte klar sein. Mit 34 gehört Natascha Marks zwar zu den routinierteren Spielerinnen im Hennener Team. „Aber die Knochen tun noch nicht weh – und leistungsmäßig kann ich noch mithalten“, sagt sie mit einem Lachen.

Bis es so weit ist, gilt es die nervige Corona-Zeit zu überstehen. „Das mannschaftliche Zusammensein und der Austausch mit den Mitspielerinnen fehlen schon sehr“, sagt Marks – erst recht, weil der Teamspirit beim SC Hennen vielleicht noch ein Stück ausgeprägter ist als in den meisten anderen Vereinen. Die Mannschaft sei gleichzeitig der Freundeskreis, sagt Natascha Marks.

So aber kommen derzeit verstärkt der Heimtrainer und die Gymnastikmatte in den eigenen vier Wänden zum Einsatz, in der Hoffnung, dass sie möglichst bald wieder durch „echtes“ Training ersetzt werden – die Nummer 6 des SC Hennen kann es kaum erwarten.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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