Fußball-Bezirksliga

Schlechte Nachrichten beim Strandspaziergang: „Ich war ziemlich fassungslos“

Sechs Spiele, null Punkte und zuletzt sogar eine zweistellige Niederlage - die Bezirksliga-Fußballer des SC Hennen haben einen klassischen Fehlstart in die Saison hingelegt.
Das Bezirksliga-Team des SC Hennen hat einen Fehlstart in die Saison hingelegt. © Manuela Schwerte

Von der 0:10-Pleite am vergangenen Sonntag beim TuS Ennepe erfuhr Marvin Horn, Sportlicher Leiter und nach der Trennung von Coach Sascha Engelberg seit ein paar Wochen auch Interimstrainer der „Zebras“, an der Ostsee. Dort macht Horn noch bis zum kommenden Wochenende Urlaub. Für ein Gespräch zum Thema SC Hennen stand der 30-Jährige am Mittwoch trotzdem zur Verfügung.

Herr Horn, wie sehr hat Ihnen die Nachricht vom 0:10 am Sonntag die Urlaubslaune vermiest?

Ich muss sagen, dass mich dieses Ergebnis ziemlich fassungslos gemacht hat. Als das Spiel lief, war ich am Strand spazieren. Ich habe alle zwei Minuten aufs Handy geguckt – und gefühlt hatten wir jedes Mal ein weiteres Tor kassiert.

Mal ganz banal gefragt: Wie kann denn so ein Ergebnis passieren?

Natürlich darfst du nicht zweistellig verlieren – ganz klar. Aber es fing schon nicht gut an: Nach drei Minuten kriegst du einen Elfmeter gegen dich, dann musst du mit Tayfun Öztürk einen Führungsspieler schon früh auswechseln. Kurz vor der Halbzeit verschießen wir einen Elfmeter und ab dem 0:4 ging dann offenbar gar nichts mehr. Da fehlt unserer jungen Mannschaft auch die Erfahrung, dass du bei so einem Spielstand versuchen musst, den Laden hinten dicht zu kriegen, damit man nicht ganz so hoch verliert.

Marvin Horn reagierte mit Erleichterung auf die erwartete Annullierung der Saison.

Wie bewerten Sie die aktuelle Situation?

Wir haben zum Start in die Saison sechs Spiele in Folge verloren – schlechter geht es nicht, das muss man schon klar so sagen. Aber wir werden jetzt nicht aufhören zu spielen, sondern werden weiter versuchen, Punkte zu holen. Um aufzugeben, ist es noch viel zu früh. Es waren in den ersten Partien auch einige unglückliche Spielverläufe dabei. Und in der Woche davor gegen Kierspe, die Top-Mannschaft der Liga schlechthin (2:4 nach 2:0-Führung, Anm.d.Red.), hat man gesehen, dass wir Qualität in der Mannschaft haben. Da hat man auch gesehen, dass die Mannschaft lebt. Deshalb hätte ich auch nie gedacht, dass es uns am Sonntag in Ennepe so böse erwischt.

Der Verein hat sich nach dem dritten Saisonspiel von Trainer Sascha Engelberg getrennt. Seitdem sind Sie nicht nur Sportlicher Leiter beim SC Hennen, sondern auch Interimstrainer. Was ist der Stand der Dinge bei der Trainersuche? Oder werden Sie bis zum Saisonende der Interimstrainer bleiben?

Mein Plan ist weiterhin, dass ich zeitnah das Zepter weitergebe. Wir haben ein paar Gespräche geführt und ein paar Namen diskutiert. Aber wir sind uns im Verein auch einig, dass es keinen Schnellschuss geben wird. Wir wollen eine vernünftige Trainerlösung finden, von der alle überzeugt sind. Wir haben jemanden fest im Blick – vielleicht sind wir nächste Woche schon schlauer.

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