So sah es am Donnerstagnachmittag beim Kanu- und Surf-Verein Schwerte aus: Land unter vor dem Bootshaus. © Heiko Mühlbauer
Hochwasser

Schwerter Kanuverein und sein Kampf mit Rekord-Hochwasser: „Hab‘ ich noch nie erlebt!“

Die Ruhr ist am Donnerstag über die Ufer getreten. Zu kämpfen mit den Wassermassen hatte auch der Kanu- und Surf-Verein Schwerte (KVS), der am Freitag mit Aufräumarbeiten beschäftigt war.

Nachdem es am vergangenen Mittwoch noch lange so ausgesehen hatte, als würde Schwerte vergleichsweise glimpflich davonkommen, wurde es tags darauf angesichts des steigenden Pegelstandes dann aber doch hektisch – auch beim Kanu- und Surf-Verein Schwerte (KVS), dessen sportliche Heimat direkt an der Ruhr liegt.

Bis an das Bootshaus des KVS heran, das am Detlef-Lewe-Weg etwas erhöht liegt, stiegen am Donnerstag die Wassermassen. Die etwas darunter liegende Bootsgarage, in der rund 80 Arbeitsgeräte der Schwerter Kanuten gelagert sind, lief voll.

Nachdem sich das Wasser ziemlich schnell zurückgezogen hatte, konnten die Boote am Freitag zurück in die Garage getragen werden. Auch der KVS-Vorsitzende Klaus Volke (li.) war dabei.
Nachdem sich das Wasser ziemlich schnell zurückgezogen hatte, konnten die Boote am Freitag zurück in die Garage getragen werden. Auch der KVS-Vorsitzende Klaus Volke (li.) war dabei. © Michael Dötsch © Michael Dötsch

Mehr als ein Dutzend fleißige Helfer aus den Reihen des KVS schleppten am Nachmittag noch möglichst viele Boote raus – die meisten wurden noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht und auf Bootsanhänger gelegt.

Metallschild dokumentiert den Höchststand

An der Außenwand der Bootsgarage ist ein kleines Metallschild angebracht, das dokumentiert, wie hoch das Wasser im Jahr 2007 stand. „Das war bis dato der Höchststand, aber gestern waren wir noch ein paar Zentimeter drüber“, berichtet KVS-Vorsitzender Klaus Volke. Im Laufe der letzten 25 Jahre habe der KVS schon mehrfach mit Hochwasser zu kämpfen gehabt, „aber in dieser Form habe ich es noch nicht erlebt“, so Volke.

Am Tag danach war der Vereinsvorsitzende jedoch schon wieder relativ entspannt. So schnell wie das Wasser das Gelände vor dem Bootshaus überflutet hatte, so schnell hatte es sich auch wieder zurückgezogen.

Tillmann Röller, Oliver Weist (v.li.) und weitere fleißige Helfer packten mit an.
Tillmann Röller, Oliver Weist (v.li.) und weitere fleißige Helfer packten mit an. © Michael Dötsch © Michael Dötsch

Der Ruhrwanderweg stand zwar am Freitagnachmittag noch unter Wasser, doch rund ums Bootshaus konnte man sich problemlos bewegen – schnell waren die Boote dank der fleißigen Helfer wieder an ihrem angestammten Platz in der Garage .

Bleibende Schäden habe das Hochwasser für den KVS zum Glück nicht verursacht, konnte Klaus Volke feststellen. Auch nicht an der Terrasse, deren Holzkonstruktion auf einem Betonsockel praktisch nur aufgesetzt ist. „Da hatten wir schon Sorge“, gesteht Klaus Volke. Doch zum Glück blieb es dabei, dass der Pegel ein paar Zentimeter unterhalb der Holzplanken, die somit nicht überflutet wurden.

So ist der KVS unter dem Strich mit einem blauen Auge davongekommen. Und der Vereinsvorsitzende sieht bei allem Verdruss und der Arbeit, die der Starkregen mit sich gebracht hat, auch zwei positive Aspekte: „Bei der Gelegenheit konnten wir mal richtig saubermachen. Und außerdem hat sich mal wieder gezeigt, dass wir uns auf unsere Mitglieder verlassen können, wenn Hilfe gefragt ist“, so der Vorsitzende – trotzdem können sie beim KVS auf ein solches Hochwasser gut und gerne verzichten.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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