Spielerwechsel im Amateurfußball gehen manchmal nicht ohne Nebengeräusche über die Bühne. © Bernd Paulitschke
Fußball-Kreisliga A

Schwerter Trainer ist „maßlos enttäuscht“ von zwei Spielern, die ihren Klub verlassen

Dass Amateurfußballer von einem Verein zu einem anderen Klub wechseln, ist prinzipiell nicht außergewöhnlich. Ohne Nebengeräusche geht ein Vereinswechsel manchmal aber nicht über die Bühne.

Was die zurzeit unterbrochene Saison 2020/21 angeht, befinden sich die heimischen Vereine seit Wochen in Wartestellung – wird ab April oder Mai wieder gekickt oder muss die Saison abgebrochen werden? Unabhängig davon basteln die sportlich Verantwortlichen aber an ihrem Personal für die Spielzeit 2021/22.

Das gilt auch für den abstiegsgefährdeten Bezirksligisten SC Hennen, der Ende des vergangenen Monats unter anderem die beiden Spieler Janik Becker und Jonas Oelgeklaus als Neuzugänge für die Spielzeit 2021/22 bekanntgegeben hat. Beide Akteure sind derzeit noch für den A-Ligisten SG Eintracht Ergste am Ball. Die Ergster sind der Stammverein der beiden Spieler, die als Minikicker auf dem Bürenbruch mit dem Fußball begonnen haben und noch nie für einen anderen Verein gespielt haben.

So war Eintracht-Trainer Welf-Alexander Wemmer auch ziemlich überrascht, als er von dem Weggang der beiden Defensivspieler erfahren hat – um es gelinde auszudrücken. „Man kann schon sagen, dass ich maßlos enttäuscht bin“, sagt Wemmer – und meint damit nicht nur den Abgang von Becker und Oelgeklaus als solchen.

„Prinzipiell ist ja nichts dagegen zu sagen, wenn ein Spieler weggeht, weil er es in einer höheren Spielklasse probieren will – wobei in diesem konkreten Fall noch nicht einmal klar ist, ob es in Hennen wirklich eine höhere Liga wird. Aber ich sage auch ganz ehrlich: Die Art und Weise, wie ich davon erfahren habe, fand ich nicht so cool“, so der Coach.

Erst kurz bevor die Hennener Verantwortlichen den Zugang der beiden Akteure publik machten, sei er von Becker und Oelgeklaus informiert worden, so Wemmer – per Whatsapp-Nachricht. „So etwas hätte es früher nicht gegeben“, meint Wemmer.

Fakt ist aber auch, dass Beckers und Oelgeklaus‘ Weggang den Ergstern in sportlicher Hinsicht richtig weh tut – beide waren Stammspieler. „Ein bisschen fühlt es sich gerade so an wie Sommer“, meint Wemmer in Anspielung auf die Abgänge in zweistelliger Zahl, die die Ergster vor der Saison 2020/21 hinnehmen mussten. Mit seinem Trainergespann-Partner Gianluca Zocco und dem Sportlichen Leiter Björn Ludwig arbeite er aber in diesen Tagen daran, eine schlagkräftige Truppe für die A-Liga-Spielzeit 2021/22 auf die Beine zu stellen, verrät Wemmer, ohne aber schon Vollzug melden zu können.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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