Ein Virus, das die ganze Welt betrifft: Viele Länder treffen rigide Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Hier desinfiziert ein Gemeindemitarbeiter einen Fußweg auf der Istanbuler Galatabrücke. © dpa
Corona-Pandemie

Serkan Arslan erzählt von Corona-Fällen in der Familie – und einem traurigen Ausgang

Die Corona-Pandemie macht vor keinen Ländergrenzen Halt und grassiert in der ganzen Welt. Wir haben Schwerter Lokalsportler nach der Situation in ihren Heimat- oder Herkunftsländern gefragt.

Serkan Arslan ist einer der bekanntesten Fußballer der Stadt. Lange spielte er für den VfL Schwerte, seit vielen Jahren ist er nun schon im Dienst des ETuS/DJK Schwerte. Arslan selbst in Deutschland geboren, seine Familie kommt aus Ordu an der türkischen Schwarzmeerküste:

„Corona hat auch der Türkei immensen Schaden hinzufügt. Der wackeligen Wirtschaft hat es natürlich nicht gutgetan. Die Infektionszahlen sind momentan mit Deutschland vergleichbar und haben fast täglich neue Höchstwerte. Das Glück der türkischen Bevölkerung ist, dass sie im Vergleich zu Deutschland wesentlich jünger ist und infolgedessen sterben dort weniger Menschen.

Serkan Arlsan (r.) berichtet, dass die Pandemie die Türkei vor allem wirtschaftlich getroffen hat. Die Fallzahlen seien aktuell vergleichbar mit denen in Deutschland. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Ich bekomme aus Familienkreisen mit, dass Infizierte und auch sogar Kontaktpersonen Medikamente zur Behandlung bekommen. Das finde ich ein bisschen komisch, da man hier nichts bekommt bis auf die künstliche Beatmung, wenn es nötig wird. Lockdowns und Ausgangssperren haben der Türkei nicht geholfen. Die Zahlen sind trotzdem hochgegangen.

Ohne einen Impfstoff sieht es überall auf der Welt nicht gut aus. Leider haben wir auch Familienmitglieder an Corona verloren. Ich bin aber sehr froh darüber, dass fast all meinen Familienmitgliedern in der Türkei der Ernst der Lage bewusst ist und sie versuchen, sich zu schützen. Übrigens hatte meine Frau auch vor ein paar Wochen Corona und wir wissen es mit am besten, wie schnell man sich infizieren kann.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.