Arne Werner, Trainer des TuS Holzen-Sommerberg, muss sich ums Toreschießen seines Teams offenbar keine Sorgen machen. © Bernd Paulitschke
Fußball-Kreisliga A

TuS Holzen-Sommerberg freut sich über einen 18-Jährigen mit Knipser-Qualitäten

Vier der letzten sieben Testspieltore für den Kreisligisten TuS Holzen-Sommerberg gingen auf das Konto eines 18-Jährigen - ein junger Holzener Stürmer ist schwer im Kommen.

An den Qualitäten eines Florian Kaiser, Top-Torjäger des Fußball-A-Ligisten TuS Holzen-Sommerberg, gibt es nicht den geringsten Zweifel. Zurzeit aber schwächelt der Mann, der es in der Abbruchsaison 2020/21 in den ersten acht Spielen auf satte 16 Tore gebracht hat.

Es zwickt in Kaisers Knie – ums Toreschießen muss sich TuS-Trainer Arne Werner offenbar aber trotzdem keine Sorgen machen. Denn mit Jannik Kleinfeldt hat ein 18-Jähriger diesen Part übernommen. Beim 1:0-Sieg im Spiel um Platz drei der Hörder Stadtmeisterschaft schoss Kleinfeldt das einzige Tor der Partie, und tags darauf beim 6:3-Testspielsieg gegen Holzpfosten Schwerte 05 schlug er gleich dreimal zu.

Jannik Kleinfeldt bleibt bescheiden

„Es sind ja keine kleinen Fußstapfen, in die Jannik da tritt. Aber er macht das richtig gut“, lobt Trainer Werner den Youngster. Und was sagt der Spieler selbst? Kleinfeldt bleibt bescheiden. „Es läuft bisher besser als gedacht“, sagt er. Für ihn persönlich sei es das vorrangige Ziel, in seinem ersten Seniorenjahr den Anschluss ans Team zu finden. „Ein Platz in der Stamm-Elf wäre schön. Aber das wird sehr schwer, weil wir eine richtig gute Truppe haben. Ich will erstmal reinkommen“, sagt Kleinfeldt.

Es sei eben schon ein ziemlicher Sprung aus der A-Jugend in die erste Mannschaft des TuS – erst recht vor dem Hintergrund, dass man die beiden zurückliegenden Saisons nicht als vollwertig bezeichnen kann. In der Spielzeit 2020/21 absolvierte Kleinfeldt mit der Holzener A-Jugend in der Bezirksliga nur fünf Spiele. Und auch die Saison davor konnte nicht zu Ende gespielt werden – Mitte der Rückrunde setzte Corona seinerzeit ein Stoppschild.

Gezwungenermaßen in der Zuschauerrolle

So verbrachte Jannik Kleinfeldt einen nicht unerheblichen Teil seiner A-Jugendzeit gezwungenermaßen in der Zuschauerrolle, was den Übergang in die „Erste“ sicherlich nicht leichter macht. Aber der Offensivmann ist auf dem besten Weg, den Sprung zu schaffen – nicht nur wegen der beachtlichen Torquote der vergangenen beiden Spiele, wie Arne Werner betont.

2019 war Jannik Kleinfeldt vom Holzwickeder SC nach Holzen gewechselt. In Holzwickede hatte er einst auch als kleiner Knirps mit dem Fußball begonnen. Danach spielte er auch mal drei Jahre für den VfL Schwerte (2010-13), ehe er über Westfalia Rhynern und wieder Holzwickede mit dem Beginn seiner A-Jugendzeit den Weg ins Eintrachtstadion fand.

In Holzen fühlt sich Jannik Kleinfeldt pudelwohl

Offenbar keine schlechte Entscheidung. Jedenfalls sagt Kleinfeldt: „In Holzen fühle ich mich pudelwohl.“ Umgekehrt weiß auch sein Trainer, was er an ihm hat – erst recht, wenn er seine Knipser-Qualitäten weiterhin so zur Geltung bringen kann wie zuletzt in den beiden Testspielen gegen Hörde und die Holzpfosten.

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Michael Doetsch

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