Das Rennen um den Siegerpokal der Fußball-Stadtmeisterschaft findet in diesem Jahr möglicherweise ohne den ETuS/DJK Schwerte statt. © Bernd Paulitschke
Fußball-Stadtmeisterschaft

Wegen des VfL-Umgangs mit Helios: Schwerter Klub droht mit Stadtmeisterschafts-Boykott

Eine gewisse Hoffnung besteht - aber ob und wann die Schwerter Fußball-Stadtmeisterschaft in diesem Sommer über die Bühne geht, ist pandemiebedingt nach wie vor noch offen.

Fest steht aber, dass der VfL Schwerte als Ausrichterverein an der Reihe ist. Auch 2020 wären die Blau-Weißen auf dem Schützenhof schon die Gastgeber gewesen, wenn Corona die Titelkämpfe nicht verhindert hätte.

Doch selbst wenn das traditionsreiche Turnier stattfinden kann, könnte es sein, dass ein Stadtmeisterschafts-Stammgast in diesem Jahr nicht dabei sein wird. Denn beim Bezirksligisten ETuS/DJK Schwerte beschäftigt man sich offensichtlich mit dem Gedanken an eine Nicht-Teilnahme.

„Es geht darum, ein klares Zeichen zu setzen“

Der Grund für diese Überlegungen der „Östlichen“ ist der Umgang des Nachbarn VfL mit der Personalie des umstrittenen Vereinsmitglieds Artur Helios. ETuS/DJK-Geschäftsführer Matthias Hein kritisiert das Verhalten der VfL-Führung: „Wir mischen uns normalerweise nicht in die Vereinspolitik eines Nachbarvereins ein. Aber in diesem Fall geht es darum, ein klares Zeichen zu setzen. Das hat der VfL im Fall Helios bisher nicht getan, das ist uns sauer aufgestoßen. Wenn der VfL Schwerte sich nicht in aller Deutlichkeit von Helios distanziert, überlegen wir die Konsequenzen zu ziehen und nicht an der Stadtmeisterschaft teilzunehmen“, sagt Hein.

Artur Helios ist einer der bundesweit führenden Köpfe der so genannten Querdenker-Szene. Auf einer Veranstaltung in Dresden machte Helios im vergangenen Oktober eine Armbewegung, die ihm Anschuldigungen einbrachte, er habe den Hitlergruß gezeigt. In einem Video-Mitschnitt der Veranstaltung ist dies auch zu erkennen. In einem Statement zu diesem Video, bestritt Helios, dass es sich dabei um einen Hitler-Gruß gehandelt habe.

Eine am Sonntag (9. Mai) verfasste Stellungnahme hatte der VfL am Montag um den Passus ergänzt: „Ein Hitler-Gruß, den Artur Helios möglicherweise gezeigt hat, wie auf einem Video zu sehen ist, ist grundsätzlich nicht zu tolerieren. Wenn es sich wirklich um einen Hitler-Gruß handeln sollte, was Artur Helios allerdings vehement bestreitet, würden wir uns als VfL Schwerte eindeutig von Artur Helios distanzieren.“

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Michael Doetsch

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