Der TuS Holzen-Sommerberg, hier in einem der letzten Partien vor dem Lockdown, kann auf die Dienste eines westfalenliga-erfahrenen Neuzugang bauen. © Bernd Paulitschke
Fußball

Westfalenliga-erfahrener Neuzugang – wechselt der TuS Holzen-Sommerberg den Kurs?

Der TuS Holzen-Sommerberg hat einen höherklassigen Spieler als Neuzugang für die Kreisliga A verpflichtet - nicht nur damit machen die Holzener auf sich aufmerksam.

Mit der Verpflichtung von Leon Prause, der vom klassenhöheren Kirchhörder SC ins Eintrachtstadion gewechselt ist, hat Fußball-A-Ligist TuS Holzen-Sommerberg Anfang der Woche auf sich aufmerksam gemacht – ein 23-jähriger Spieler, der vor gar nicht allzu langer Zeit noch in der Westfalenliga gespielt hat, wechselt nicht alle Tage in die Kreisliga A.

Bedeutet Prauses Zugang etwa einen Kurswechsel in der Personalpolitik der Holzener, die in der jüngeren Vergangenheit schwerpunktmäßig auf Kräfte aus den eigenen Reihen gesetzt hat? Arne Werner (25), Trainer der ersten Mannschaft des TuS, verneint diese Frage: „Wir werden uns treu bleiben und setzen weiterhin auf Nachhaltigkeit“, sagt Werner.

Freundschaftliches Verhältnis zu Arne Werner

Dass Prause sich den Holzenern angeschlossen hat, liegt hauptsächlich an dem freundschaftlichen Verhältnis zu Arne Werner – die beiden kennen sich schon jahrelang. Es ist also nicht zu erwarten, dass die Holzener nun plötzlich reihenweise Spieler aus höheren Ligen an Land ziehen werden.

Sehr wohl aber wird es auch zur nächsten Saison wieder eine Reihe von Spielern aus dem eigenen Nachwuchs geben, die in den Seniorenbereich aufrücken. „15 Spieler kommen aus der A-Jugend hoch, zumindest sechs von ihnen werden die Saisonvorbereitung der ersten Mannschaft mitmachen“, verrät Werner.

Dritte Mannschaft soll in den Spielbetrieb gehen

Als Konsequenz aus diesem Zuwachs an Akteuren sei geplant, dass die Holzener zur Spielzeit 2021/22 eine dritte Mannschaft melden , die in der Kreisliga C in den Spielbetrieb starten – beachtlich für einen Verein der Größenordnung des TuS, aber eben auch ein Beleg für die Nachhaltigkeit, von der Arne Werner spricht.

Das Hauptaugenmerk auf Spieler aus den eigenen Reihen zu legen, bedeute übrigens nicht, dass die Tür zum Eintrachtstadion für potenzielle externe Neuzugänge verschlossen bleibt.

Abgezocktheit und Coolness haben gefehlt

Denn bei aller grundsätzlichen Zufriedenheit des Trainers mit dem aktuellen Kader habe die Analyse der drei Niederlagen, die die Holzener im Laufe der zurzeit unterbrochenen Saison hinnehmen mussten (1:3 gegen den VfB Westhofen und jeweils 1:2 bei Arminia Marten und dem Hörder SC) laut Werner auch ergeben, „dass es der Mannschaft an Abgezocktheit und Coolness etwas gefehlt hat, was bei einem Durchschnittsalter von 21 Jahren aber auch nicht verwunderlich.“

Der Coach ist aber zuversichtlich, dass seine Schützlinge in der nächsten Saison in dieser Hinsicht Fortschritte machen werden, „allein schon, weil die Jungs dann alle ein Jahr älter sind.“ Auch der Westfalenliga-erfahrene Neuzugang Leon Prause dürfte dabei helfen – und wer weiß, vielleicht darüber hinaus ja dann doch noch der eine oder andere externe Neuzugang.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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