Phillip „Pippo“ Oldenburg war als Futsaler und Fußbaler über viele Jahre ein Holzpfosten-Leistungsträger. © Bernd Paulitschke
15 Jahre Holzpfosten Schwerte

„Wir haben darum gewettet, wer den nächsten Esslöffel Senf essen muss“

Es ist ein Sportverein der etwas anderen Art - nicht nur wegen des Vereinsnamens: Vor 15 Jahren wurde Holzpfosten Schwerte 05 gegründet. Als Geschenk dazu: 15 Geburtstags-Statements.

11. November 2005 – dieser Tag vor 15 Jahren ist das Gründungsdatum des Vereins Holzpfosten Schwerte 05, der sich im Laufe der Jahre zu einem Verein mit vier Abteilungen und 260 Mitgliedern entwickelt hat.

Zum 15. Geburtstag der „Pfosten“ haben wir 15 Protagonisten des Vereins um ein Statement gebeten, was sie mit dem Verein verbindet.

Im fünften und letzten Teil wollen wir drei weitere „Pfosten“ zu Wort kommen lassen.

Phillip Oldenburg

(Fußball- und Futsal-Leistungsträger über viele Jahre): „Mit Holzpfosten Schwerte verbinde ich Freundschaften und Gemeinschaft, die weit über das Sportliche hinausgehen. Von Tag eins war ich Feuer und Flamme für diesen Verein. Leon Weiß schrieb mal: „Er ist als Hamburger im Ruhrgebiet gestrandet und fühlt sich dort wohler als ein Koalabär in Eukalyptusbäumen.“ Stimmt!

Der Verein Holzpfosten Schwerte besteht seit 15 Jahren. © Martin Klose © Martin Klose

Die Art des Miteinanders und der Zusammenhalt machen diesen Verein zu etwas ganz Besonderem. Hinzu kommen die vielen unvergesslichen sportlichen Momente und Erlebnisse abseits des Platzes, von denen wir auch in Jahren noch schwärmen werden. Da verzeiht man jedem Einzelnen auch mal einen Holzpfosten-Shake im eigenen Zimmer.“

Felix Ständker

(eigentlich Handballer, der aber als erster Torschütze in einem Holzpfosten-Pflichtspiel beim 2:1 im Kreispokalspiel gegen Lar Porto Iserlohn im August 2006 in die Vereinshistorie einging): „Mit Holzpfosten Schwerte verbinde ich viele schöne Momente und Erinnerungen.

Handballer Felix Ständker ist der erste Pflichtspieltorschütze in der Holzpfosten-Vereinsgeschichte. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Als eigentlicher Hallensportler gefiel mir die Idee, einmal pro Woche in der Soccerworld ein wenig zu pöhlen. Damals konnte ich ja noch nicht ahnen, dass ich wenig später im tiefsten Winter auf einem tristen Ascheplatz stehen sollte. Aber gerade diese verrückten und unerwarteten Dinge machen den Verein zu dem, was er heute ist.“

Joel Ahrens

(Fußballer der ersten Stunde, später Futsaltrainer): „Mit Holzpfosten Schwerte verbinde ich sowohl tiefe Freundschaften als auch sportliche Er- und Misserfolge. Zu Beginn wurden wir in der Schwerter Sportszene belächelt – anders zu sein, war nicht so leicht, bot aber sportlich riesige Chancen. Den VfL, damals noch Verbandsligist, als C-Ligist aus der Halle zu kegeln? Unvergesslich!

Joel Ahrens, ein Holzpfosten-Mann der ersten Stunde, hier in seiner Rolle als Futsaltrainer. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Dieses Band spürten wir eine lange Zeit auf dem Platz, das uns dann auch zu unseren Aufstiegen peitschte, die wir in Wandhofen und in Geisecke zelebrierten. Dass wir dann auch mal im Futsal eine richtig große Nummer werden, war genauso unerwartet. Die Wochenenden in den verschiedenen Städten, in denen wir den ein oder anderen Hotelier an die Belastungsgrenze gebracht haben, werde ich nie vergessen.

Auch das Scheitern ist bei Holzpfosten erlaubt. Wenn du hier als Trainer die Dinge auch mal verhaust, so sind wir trotzdem freundschaftlich immer auf derselben Ebene wie vorher gewesen. Mittlerweile sehen sich die alten Pfosten der 1. Generation nur noch auf Hochzeiten, Umzügen oder im Rahmen der Familiengründungen. Da wird dann lachend festgestellt: Leute, überlegt mal, worüber wir uns vor 10 Jahren unterhalten haben. Da haben wir darum gewettet, wer den nächsten Esslöffel Senf essen muss – boa, was sind wir alt geworden..“

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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Michael Doetsch

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