100 Anmeldungen bis zur zweiten Gesamtschule

Projektgruppe in Schwerte

Bei der Projektgruppe herrscht Optimismus. Das Interesse der Eltern für die zweite Gesamtschule sei groß, bestätigte auch der Leiter der Gesamtschule am Gänsewinkel, Jürgen Priggemeier. Allerdings muss dafür zunächst noch eine Hürde genommen werden: 100 Anmeldungen

SCHWERTE

, 20.01.2016, 19:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gesamtschulleiter Jürgen Priggemeier erläutert die Transparenz des Anmeldeverfahrens für beide Gesamtschulen und als Vertreterin der Bezirksregierung erklärt Maria Büse-Dahlmann die anstehenden Schritte.

Gesamtschulleiter Jürgen Priggemeier erläutert die Transparenz des Anmeldeverfahrens für beide Gesamtschulen und als Vertreterin der Bezirksregierung erklärt Maria Büse-Dahlmann die anstehenden Schritte.

Ende des Monats beginnen die Anmeldungen zu den Gesamtschulen. Und erstmals haben die Eltern in Schwerte die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Schulen. Allerdings ist die zweite Gesamtschule bislang nur ein Konzept. „Ein gutes“, wie Maria Büse-Dahlmann von der Bezirksregierung lobt. Aber es braucht eben noch 100 Anmeldungen.

Deshalb gibt es noch kein Kollegium. Und das sei auch die größte Hürde bei den Elterngesprächen, erklärten die Mitglieder der Projektgruppe, die für  Mittwochabend zur Pressekonferenz eingeladen hatten. Maria Büse-Dahlmann bestätigte: Erst wenn die Gründung formell vollzogen ist, können die Stellen ausgeschrieben werden.

Sie ließ aber auch keinen Zweifel, dass man dann wahrscheinlich auf Mitglieder der Projektgruppe zurückgreifen werde. Und die besteht zum großen Teil aus Lehrerinnen der bestehenden Gesamtschule und der Hauptschule.

Info-Café

Auf die treffen die interessierten Eltern auch im Info-Café, das an diesem Samstag zum letzten Mal über das Konzept und die Räume informiert. Bereits zwei Mal hatte man zuvor in das Schulzentrum Nord-West eingeladen, das ja Standort für die neue Schule werden soll. 40 bis 50 Eltern seien jeweils zu den Terminen erschienen.

Und auch der Tag der offenen Tür an der bestehenden Gesamtschule informierte über die beiden Schulen. Dabei stellte Schulleiter Priggemeier fest: „Die meisten Eltern waren gut informiert.“ Und nicht wenige hätten sich bereits vorab für die neue Schule entschieden. Sei es, weil sie das Gründungsflair schätzen oder weil sie Spanisch als erste Fremdsprache für ihr Kind wünschen.

Jetzt lesen

„Es ist auf jeden Fall eine einmalige Chance, wenn ein hoch motiviertes neues Kollegium sich um 100 Schüler kümmert“, warb Claudia Hülsmeyer von der Stadtschulpflegschaft für das Projekt.

Aschermittwoch soll das Ergebnis feststehen

Doch auch, wenn die Schulverwaltung in Person von Peter Kranhold das Projekt ausdrücklich lobte, es gibt auch immer noch Reibungspunkte. Die rund 1000 Informationsflugblätter, die über die neue Schule informieren sollten, kamen bei etlichen Eltern von Viertklässlern offenbar nicht an, während die Informationen der bestehenden Schulen in den Mappen steckten.

Am Aschermittwoch soll übrigens das Ergebnis der Anmeldungen und damit die Entwicklung der neuen Schullandschaft feststehen. Und Holger Hülsmeyer von der Initiative für die zweite Gesamtschule ist überzeugt, dass dann „weißer Rauch aus dem Schornstein“ der Gesamtschule, die die Anmeldungen für beide Schulen entgegennimmt, aufsteigt.

Lesen Sie jetzt