19-Jähriger aus Schwerte startet in Soest durch

Handball: 3. Liga

Die Handballer des Soester TV gewann vor fünf Wochen ihr Drittliga-Spiel beim TV Korschenbroch mit 23:21 – klingt erstmal nicht sonderlich spannend. Doch einer wird diesen 10. Oktober so schnell nicht vergessen: Der Villigster Aaron Pfennig stand im Soester Tor und durfte sich nach Abpfiff feiern lassen.

SOEST

13.11.2014, 16:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mittelpunkt einer Soester Jubeltraube: Der Villigster Torwart Aaron Pfennig nach dem Sieg seines Soester TV im Drittliga-Spiel beim TV Korschenbroich.

Mittelpunkt einer Soester Jubeltraube: Der Villigster Torwart Aaron Pfennig nach dem Sieg seines Soester TV im Drittliga-Spiel beim TV Korschenbroich.

Als gegnerischem Angreifer kommt einem das Tor ganz schön klein vor, wenn sich der knapp zwei Meter große Pfennig zwischen den Pfosten aufbaut. Das erfuhren auch die Spieler des Soester TV in einer Vorbereitungspartie gegen Wellinghofen. „Ich habe damals wohl nicht so schlecht gehalten“, lacht Pfennig. So lockte ihn Trainer Dirk Lohse, ebenfalls ein Schwerter, in die Bördestadt. Von ihm spricht er in den höchsten Tönen: „Dirk ist ein super Trainer. Er hat einen großen Anteil an meiner Entwicklung.“ Eigentlich war Pfennig zunächst als dritter Torwart der ersten Mannschaft vorgesehen und sollte bei der „Zweiten“ Spielpraxis sammeln – eigentlich. Aber dann zog sich Stammkeeper Dennis Zielony im März einen Kreuzbandriss zu. Doch mit Markus Jostes gab es da noch einen weiteren gestandenen Torwart, der kurz nach dem Saisonstart wegen eines Innenbandrisses aber ebenfalls wochenlang ausfiel.

So wurde Pfennig mit seinen 19 Jahren ins kalte Wasser der dritthöchsten Spielklasse geworfen. „Vor der Partie gegen Neuss war ich, gelinde gesagt, aufgeregt“, schmunzelt er. Denn Welpenschutz genießt in der Liga niemand – auch der Teenie aus Schwerte wird auf seine Fehler gnadenlos hingewiesen. Doch von denen gab es offenbar in seinen Spielen nicht allzu viele. Der Soester Anzeiger schrieb nach seinem Debüt von „einem guten Pfennig im Tor“, eine Woche später gegen die Spitzenmannschaft Eintracht Hagen war der Tenor in der Presse ähnlich. Allerdings gingen beide Spiele verloren – umso wichtiger waren die Punkte in Korschenbroich für den Aufsteiger, der mitten in einer kniffligen Saison steht. „Wir haben zu Saisonbeginn viele bittere Niederlagen kassiert“, sagt Pfennig – bei seinem besagten Debüt in Neuss zum Beispiel gaben die Soester eine Sechs-Tore-Führung aus der Hand.Da passen Spiele wie das in Korschenbroich deutlich besser in Pfennigs Pläne. „Aaron war super“, lobte Trainer Lohse seinen Schlussmann damals, mit dessen Entwicklung er insgesamt hochzufrieden ist. Pfennig selbst ist sich bewusst, dass es nicht ewig so steil nach oben gehen kann, und bleibt bescheiden: „Bald sind beide Keeper wieder fit, dann stelle ich auch keine großen Ansprüche. Aber langfristig sehe ich in Soest eine super Perspektive“, so der Schlussmann. Kurzfristig würde er wohl weitere Komplimente im Soester Anzeiger aber gerne mitnehmen – vielleicht schon in der Samstagsausgabe des Soester Lokalblattes. Denn am Freitagabend spielt der Soester TV in Leichlingen. Wieder mit Aaron Pfennig im Tor.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt