203 Fälle der Neuen Grippe in Schwerte

Schweinegrippe

SCHWERTE 203 Fälle der Neuen Grippe sind bisher in Schwerte gemeldet worden. Die Dunkelziffer dürfte allerdings deutlich höher sein - viele Kranke werden gar nicht mehr auf die Neue Grippe getestet.

von Von Jan-Ole Niermann

, 20.11.2009, 19:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aus Überzeugung ließ sich Dr. Beate Henschel von Dr. Markus Ewers gegen die Schweinegrippe impfen, wo am Freitag die erste Gruppe ins Wartezimmer bestellt war.

Aus Überzeugung ließ sich Dr. Beate Henschel von Dr. Markus Ewers gegen die Schweinegrippe impfen, wo am Freitag die erste Gruppe ins Wartezimmer bestellt war.

Der Arzt Dietmar Hüwel schätzt, dass derzeit rund ein Drittel seiner Patienten „Schwierigkeiten in der Immunabwehr haben.“ Dabei betont er den Unterschied zwischen der Neuen Grippe und einem grippalen Infekt, der sich langsamer entwickelt als eine Grippe-Erkrankung. Tests führt der Arzt dabei selten durch, welche Erkrankung vorliege, sehe man meist auch am Krankheitsverlauf. „Von dem therapeutischen Ansatz ist es dasselbe, ob es die Neue Grippe oder ein grippaler Infekt ist.“ Im Friedrich-Krahn-Zentrum der AWO gibt es bisher keinen Fall der Neuen Grippe. „Uns ist bewusst, dass es für einige Bewohner kritisch wäre die Grippe zu bekommen, weil die teilweise gesundheitlich angeschlagen sind“, berichtete die Leiterin des Seniorenzentrums Kirsten Hermann.

Die empfohlenen Sicherheitsvorkehrungen würden deshalb schon seit längerer Zeit umgesetzt: „Wir haben zum Beispiel Desinfektionsmittel im Eingangsbereich.“ Damit soll verhindert werden, dass die Krankheit von außen in das Seniorenzentrum am Westenhellweg getragen wird. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich kostenlos impfen zu lassen. Mit den Ärzten bestehe regelmäßig Kontakt, um zu prüfen, für welche Bewohner eine Impfung sinnvoll wäre. „Das müssen die Bewohner selbst entscheiden“, sagte Hermann.

Außerdem würden die Bewohner und die Angehörigen darüber informiert, worauf sie achten müssen. Hermann rät zur Gelassenheit: „Panik nützt ja nichts. Wir kennen das von den Noro-Viren, wie man da hygienisch mit umgeht.“ 

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